Die Kraft der Zukunft – Ein Gespräch mit Zukunftsforscher Klaus Kofler
Im Interview mit oekostrom AG zeigt Zukunftsforscher Klaus Kofler, dass Zukunft nicht vorhersehbar ist, sondern durch Verantwortung und Gestaltungskraft entsteht. In Zeiten, in denen multiple Umbrüche wie Klimakrise, digitale Transformation und geopolitische Spannungen unsere Unsicherheiten schüren, fordert Kofler ein neues Denken, das über prognostische Sicherheit hinausgeht.
Bildung als Schlüssel zu Zukunftskompetenz
Seine Philosophie ist klar. Zukunft bedeutet, Information und Zukunftswissen zu verknüpfen, um gesellschaftliche Transformation anzustoßen. Dabei setzt er auf Bildung als Schlüssel und sieht eine Lücke in Österreichs Studienlandschaft. Es fehle an Studiengängen, die Zukunftswissen explizit lehren. Als Vorbild nennt er den Future Campus an der HAK in Feldkirch, wo Jugendliche lernen, Zukunft aktiv mitzugestalten und so Motivation, Orientierung und Zusammenarbeit erleben.
Zukunftskompetenz entsteht durch Haltung und Verantwortung
Kofler wirbt für ein neues Menschenbild, das weniger auf technischer Effizienz beruht, sondern auf Kooperation, Empathie und einem regenerativen Verständnis von Zukunft. Er spricht sich gegen eine passive oder reaktive Haltung aus und plädiert für eine Gesellschaft, die Zukunft nicht nur antizipiert, sondern sie bewusst entwirft. Zukunft soll als handelbarer Möglichkeitsraum verstanden werden und nicht abstrakt, sondern konkret und alltagsnah.
Die Kraft der Zukunft – ein Appell von Klaus Kofler
Das Interview zeigt, wie Zukunftskompetenz entsteht, durch Bildung, die Horizonte öffnet, durch Räume, die zum Perspektivwechsel einladen, durch Haltung, die Verantwortung übernimmt. Nur so können wir uns in unruhigen Zeiten orientieren durch Klarheit, Sinn und Zukunftsmut.
Koflers Botschaft ist ein Appell. Wir brauchen keine Vorhersage, sondern eine Zukunft, die wir selbst möglich machen. Zukunft beginnt dort, wo Menschen Chancen aktiv suchen, Zukünftiges gestalten und das Undenkbare denkbar machen.