Der Weg des Fortschritts
Als vor gut einem Jahrhundert große Veränderungen auf unserem Planeten ihren Lauf nahmen, war das auch zugleich die Zeit, als Organisationen wie die Caritas zu ihren „Zukunftsreisen“ aufbrachen. Es war eine Epoche in der Geschichte der Menschheit, die die Menschen voller Erwartungen und faszinierendem Staunen, aber auch mit großen Unsicherheiten, Ängsten und Sorgen in die Zukunft blicken ließ. Denn trotz pfeifendem Dampf, dreckiger Kohle, aufstrebender Fabrikhallen und aufkommender Euphorie eines beginnenden Industriezeitalters spürten die Menschen auch, wie instabil und zerrissen sich die Welt um sie herum entwickelte. Was folgte, waren harte Jahre des Verzichtes, Ungewissheit und der Sinnlosigkeit von Kriegen. Aber waren es nicht schon immer die düsteren Zeiten, die die Menschheit dazu motivierte, dieser Welt ein neues „Gesicht“ zu verleihen? Menschen, die durch Engagement, Solidarität und Nächstenliebe wieder Licht ins Dunkel zauberten. Nein, nicht durch die großen sichtbaren Dinge, sondern durch die sozialen Veränderungen, die den Menschen wieder Mut machten.
Was bedeutet ein gutes Leben für alle?
Irgendwann war der Weg des Fortschritts geebnet. Ein Rausch der Veränderung fegte über die Welt und Technologie mutierte zu einer Art Glaubensgrundsatz für Fortschritt. Elektrizität und Telekommunikation wie Radio und Fernseher begannen, die Welt zu verbinden. Der Traum vom Fliegen eröffnete neue Horizonte und Ziele. Ernteerträge wuchsen in den Himmel und das Modell Demokratie fand immer mehr Verbündete. Es war eine Zeit des Aufbruchs, eine Ära, in der Maschinen zum Wachstums- und Wohlstandstreiber der Menschheit wurden. Aber gleichzeitig spürte man erste Sorge, dass all diese technologischen Innovationen und Entwicklungen nicht ohne soziale, ökonomische und ökologische Verluste einhergehen würden…