Ressource Zukunft

Future Literacy – Zukunftsdenken als Kulturgut

Wir reden derzeit erstaunlich viel darĂŒber, was KĂŒnstliche Intelligenz kĂŒnftig können wird, aber andererseits erstaunlich wenig darĂŒber, was wir Menschen kĂŒnftig können sollten. Wir diskutieren darĂŒber, welche Berufe verschwinden könnten, welche TĂ€tigkeiten automatisiert werden und welche Entscheidungen die KI kĂŒnftig fĂŒr uns vorbereiten oder sogar ĂŒbernehmen können. Aber ĂŒbersehen wir dabei nicht eine viel grundsĂ€tzlichere Entwicklung? Denn je leistungsfĂ€higer unsere Systeme werden, desto grĂ¶ĂŸer wird die Versuchung, ihnen nicht nur Aufgaben zu ĂŒbertragen, sondern zunehmend auch unser Denken ĂŒber die Zukunft selbst. Genau hier liegt fĂŒr mich der blinde Fleck.

Denn wir trainieren Maschinen darauf, immer bessere Antworten zu geben, aber trainieren wir auch uns selbst darin, andere Fragen zu stellen? Investieren wir ausreichend in unsere Vorstellungskraft, unsere Urteilskraft und unseren Mut, Zukunft auch außerhalb des Wahrscheinlichen zu denken? Hier setzt Future Literacy an und wird zu einer entscheidenden Zukunftskompetenz.

Was Future Literacy mit unserer Vorstellung von Zukunft verÀndert

Die UNESCO beschĂ€ftigt sich seit vielen Jahren mit Future Literacy als einer grundlegenden FĂ€higkeit im Umgang mit Zukunft. Dabei geht es ausdrĂŒcklich nicht darum, Zukunft besser vorherzusagen, sondern zu erkennen, wie unsere Vorstellungen von Zukunft unser Denken und Handeln in der Gegenwart beeinflussen. Das klingt zunĂ€chst einfach, aber tatsĂ€chlich verĂ€ndert es unseren Blick auf Zukunft fundamental. Denn Future Literacy gehört ĂŒberall dorthin, wo Zukunft nicht nur passieren, sondern gestaltet werden soll. Das ist auch ein zentraler Gedanke meines Buches „Ressource Zukunft“.

Future Literacy und KI – raus aus dem WahrscheinlichkeitsgefĂ€ngnis

Wir alle tragen Bilder, Erwartungen, Hoffnungen und BefĂŒrchtungen ĂŒber Zukunft in uns, die uns beeinflussen, welche Entscheidungen wir treffen, welche Möglichkeiten wir erkennen und welche wir ausschließen. Deshalb ist Zukunft auch nicht nur etwas, was irgendwann auf uns zukommt, sondern eine Ressource, die wir tunlichst nicht aus der Hand geben sollten.

Gerade darin sehe ich eine der großen Herausforderungen im Umgang mit KĂŒnstlicher Intelligenz. KI kann zwar enorme Mengen an Informationen verarbeiten. Sie erkennt Muster, stellt ZusammenhĂ€nge her und kann aus vorhandenen Daten mögliche Entwicklungen ableiten. Unumstritten, all das ist beeindruckend und wird unser Denken erheblich erweitern. Problematisch wird es dann, wenn aus dieser UnterstĂŒtzung Orientierung wird. Denn Daten erzĂ€hlen uns zunĂ€chst einmal, was war. Wahrscheinlichkeiten beschreiben, was unter bestimmten Annahmen eintreten könnte, sagen uns aber nicht, welche Zukunft wir denn wirklich wollen. Wenn wir aber beginnen, Wahrscheinlichkeit mit Zukunft zu verwechseln, entsteht etwas, das ich als „WahrscheinlichkeitsgefĂ€ngnis“ bezeichne. Wir bewegen uns dann immer stĂ€rker innerhalb dessen, was aufgrund vorhandener Daten auch plausibel erscheint. Das Überraschende, das Unfertige, das Unwahrscheinliche und wirklich Neue geraten aus unserem Blickfeld. Vielleicht besteht deshalb die eigentliche Gefahr von KI gar nicht darin, dass Maschinen irgendwann wie Menschen denken, sondern dass wir Menschen zunehmend beginnen, wie Maschinen ĂŒber Zukunft zu denken.

Future Literacy durchbricht genau diese Logik, weil sie nicht nur fragt, was wahrscheinlich geschehen wird, sondern was noch möglich sein könnte. Welche Annahmen bestimmen unseren Blick? Was ĂŒbersehen wir gerade? Welche Zukunft halten wir fĂŒr unrealistisch und warum, oder aber welche Möglichkeiten entstehen, wenn wir Perspektiven verĂ€ndern? Future Literacy ist kein Gegenmittel gegen KI, aber sie ist eine Antwort auf die Gefahr, unsere Zukunft aus der Hand zu geben. Und das ist ein entscheidender Unterschied.

Warum KI-Kompetenz allein nicht ausreicht

NatĂŒrlich mĂŒssen Menschen lernen, kompetent mit KĂŒnstlicher Intelligenz umzugehen. Wir brauchen Wissen darĂŒber, wie diese Systeme funktionieren, was sie können und wo ihre Grenzen liegen. Aber das reicht nicht, denn die entscheidende Zukunftsfrage lautet nicht, wie wir mit einer Technologie umgehen. Sie muss lauten, welche Zukunft wir mit ihr ermöglichen wollen. Und dafĂŒr brauchen wir Menschen, die Zukunft nicht nur analysieren, sondern sich Zukunft auch vorstellen können. Also Menschen, die Unsicherheit nicht sofort beseitigen mĂŒssen. Menschen, die WidersprĂŒche aushalten. Menschen, die bestehende Narrative hinterfragen. Menschen, die andere Möglichkeiten denken können und Menschen, die den Mut haben, daraus Verantwortung und Handlung entstehen zu lassen.

Future Literacy und Regeneratives Zukunftsdesign

Hier verbindet sich Future Literacy mit meinem Ansatz des Regenerativen Zukunftsdesigns. Verstehen, Erkunden und Gestalten. Verstehen bedeutet, nicht sofort nach Antworten zu suchen, sondern zuerst einmal ZusammenhĂ€nge zu erkennen, Annahmen sichtbar machen und den eigenen Blick hinterfragen. Erkunden heißt, den Raum der Möglichkeiten zu öffnen. Nicht sofort entscheiden, was funktioniert und was nicht, sondern experimentieren und Unfertiges zulassen. Offen lernen, statt möglichst frĂŒh recht haben zu wollen. Und Gestalten bedeutet schließlich auch Verantwortung fĂŒr Entscheidungen zu ĂŒbernehmen und aus Erkenntnissen konkrete Handlung entstehen zu lassen. Erst dann verbindet sich die Ă€ußere Zukunft mit unserer inneren Zukunft.

Äußere Zukunft braucht innere Zukunft

Über die Ă€ußere Zukunft sprechen wir stĂ€ndig. Technologie, Klima, Energie, Wirtschaft, Demografie und geopolitische VerĂ€nderungen beschĂ€ftigen Unternehmen, Politik und Gesellschaft. Aber was ist mit unserer inneren Zukunft? Mit unserer Vorstellungskraft, unserer Haltung unseren Mut oder unserer Selbstwirksamkeit. Wir investieren enorme Summen in Systeme, die immer leistungsfĂ€higer darin werden, Informationen zu verarbeiten und Antworten zu produzieren. Aber gleichzeitig investieren wir vergleichsweise wenig darin, Menschen zu befĂ€higen, mit Unsicherheit umzugehen, eigene Zukunftsbilder zu entwickeln und in einer unsicheren Welt navigieren zu können. Das halte ich fĂŒr einen Fehler, denn eine Gesellschaft, die ihre Vorstellungskraft verliert, verliert irgendwann auch ihre Gestaltungskraft.

Zukunftsdenken muss zum Kulturgut werden

Deshalb gehört Future Literacy fĂŒr mich nicht in eine kleine Nische der Zukunftsforschung. Sie gehört dorthin, wo Menschen Entscheidungen treffen, Verantwortung ĂŒbernehmen und Zukunft aktiv gestalten wollen. In Unternehmen und Organisationen, in Politik und Verwaltung, in Regionen und Gemeinden, in Wissenschaft und Bildung und letztlich mitten in unsere Gesellschaft. Wir dĂŒrfen Zukunft nicht erst dann zum Thema machen, wenn eine neue Strategie geschrieben werden muss oder die nĂ€chste Krise vor der TĂŒr steht. Zukunftsdenken muss zu einem Kulturgut werden, weil Menschen erleben mĂŒssen, dass Zukunft nicht etwas ist, dem sie ausgeliefert sind. Sie mĂŒssen erfahren, dass sie ZusammenhĂ€nge verstehen, Möglichkeiten erkunden und daraus Handlung entwickeln können.

In dieser Selbstwirksamkeit liegt die eigentliche Bedeutung von Future Literacy. Und deshalb braucht es in Zeiten KĂŒnstlicher Intelligenz weniger Diskussionen darĂŒber, wie wir mit den Maschinen Schritt halten können, sondern was uns als Menschen zukunftsfĂ€hig macht. Also nicht noch schneller rechnen und noch mehr Daten zu verarbeiten, sondern wie wir lernen, ZusammenhĂ€nge zu erkennen, Perspektiven zu wechseln oder Möglichkeiten zu denken und verantwortlich zu handeln.

Future Literacy ist mehr als eine Kompetenz

Future Literacy ist damit weit mehr als eine Kompetenz. Sie ist eine Haltung gegenĂŒber dem noch nicht Vorhandenen und bedeutet, Zukunft nicht als VerlĂ€ngerung der Gegenwart zu akzeptieren, sondern als Möglichkeitsraum zu begreifen. Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten FĂ€higkeiten unserer Zeit. Eben nicht die Zukunft möglichst genau vorherzusagen, sondern den Mut zu behalten, andere ZukĂŒnfte ĂŒberhaupt denken zu wollen. Und klar, KI kann uns dabei unterstĂŒtzen, aber welche Zukunft wir möglich machen wollen, dĂŒrfen wir nicht an sie delegieren, sondern selbst bestimmen.

Über Klaus Kofler

Klaus Kofler ist Zukunftsforscher, Futurist, Zukunftsdesigner und Autor. Seit mehr als 20 Jahren beschÀftigt er sich mit der Frage, wie Menschen und Organisationen Zukunft wahrnehmen, denken und gestalten. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Zukunftskompetenz, Regeneratives Zukunftsdesign und die Idee, Zukunft als gestaltbare Ressource zu begreifen.

Mehr ĂŒber Klaus Kofler

Zukunftsblick

Future Literacy – Warum Zukunftsdenken zum Kulturgut werden muss

Je leistungsfĂ€higer KĂŒnstliche Intelligenz wird, desto wichtiger wird eine andere Frage. Was mĂŒssen wir Menschen kĂŒnftig können? Future Literacy könnte zu einer der entscheidenden FĂ€higkeiten unserer Zeit werden, weil Zukunft mehr ist als das, was Daten fĂŒr wahrscheinlich halten.

Zukunftsforscher Klaus Kofler im GesprÀch mit JETZT.at 

„Stell dir vor, es ist Zukunft – und keiner geht hin.“ Dahinter steckt mehr als ein prĂ€gnanter Titel. Er beschreibt eine Frage, die mich seit vielen Jahren begleitet, nĂ€mlich, warum es uns so schwer fĂ€llt, Zukunft als Gestaltungsraum zu begreifen, gerade in einer Zeit, in der wir sie mehr brauchen denn je.

Wir leben in einer Welt, die von Krisen, Unsicherheit und immer grĂ¶ĂŸerer KomplexitĂ€t geprĂ€gt ist. Wer tĂ€glich die Nachrichten verfolgt, könnte leicht den Eindruck gewinnen, Zukunft sei vor allem eine Abfolge neuer Herausforderungen. Im Interview spreche ich darĂŒber, warum wir neue Zukunftsbilder brauchen, weshalb Vertrauen zu einer der wichtigsten Zukunftskompetenzen wird und warum VerĂ€nderung immer im Inneren beginnt. Solange wir Zukunft nur verwalten, bleiben wir in den Denkmustern der Vergangenheit gefangen. Erst wenn wir den Mut entwickeln, neue Möglichkeiten zu denken und Verantwortung zu ĂŒbernehmen, entsteht echte Gestaltungskraft.

Zukunft braucht neue Bilder

FĂŒr mich bedeutet Zukunftsforschung deshalb weit mehr als Trends oder Szenarien zu analysieren. Zukunft ist ein Resonanzraum fĂŒr Verantwortung, Vorstellungskraft und gemeinsames Handeln. Sie entsteht dort, wo Menschen bereit sind, alte Geschichten zu hinterfragen, neue Perspektiven zu entwickeln und den Schritt ĂŒber die Schwelle des Bekannten zu wagen.

Das GesprĂ€ch mit Nico Knappe von jetzt.at, das wĂ€hrend des AlpenKlimaGipfels 2026 auf der Zugspitze entstanden ist, greift genau diese Fragen auf. Es geht um Zukunftskraft, Vertrauen, Dialog und die Überzeugung, dass wir Zukunft nicht nur managen, sondern kultivieren mĂŒssen.

Denn Zukunft beginnt nicht irgendwann. Sie beginnt in dem Moment, in dem wir bereit sind, ihr mit Haltung, Vertrauen und Gestaltungskraft zu begegnen.

Hier gelangst Du zum vollstÀndigen Interview auf JETZT.at.

 

 

 

 

Zukunftsblick

„Stell dir vor, es ist Zukunft – und keiner geht hin“

Im Interview mit JETZT.at, das wĂ€hrend des AlpenKlimaGipfels 2026 entstanden ist, spreche ich darĂŒber, warum Zukunft mit Haltung, Vertrauen und neuen Zukunftsbildern beginnt.

Zukunftskommunikation schafft Orientierung anstatt Alarmismus 

Der Klimawandel verĂ€ndert den alpinen Lebensraum schneller, als das viele von uns wahrhaben wollen. Umso wichtiger ist die Frage, wie wir ĂŒber diese Herausforderungen sprechen. Zukunftskommunikation bedeutet nicht, Probleme klein zu reden oder Optimismus zu inszenieren. Zukunftskommunikation bedeutet, wissenschaftlichen Erkenntnissen ehrlich zu begegnen und gleichzeitig Orientierung, Handlungsmöglichkeiten und Zuversicht zu vermitteln. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wie wir den Wandel bewĂ€ltigen wollen, sondern auch, wie wir Menschen dafĂŒr gewinnen und motivieren können, diese Herausforderungen aktiv zu gestalten.

Genau darĂŒber durfte ich mit dem Wettermoderator Björn Alexander beim AlpenKlimaGipfel 2026 auf der Zugspitze sprechen. Ein Format, bei der Wissenschaft, Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft gemeinsam ĂŒber die Zukunft des Alpenraums diskutieren. Mich ĂŒberzeugte diese Veranstaltung, weil es eben nicht bei der Beschreibung von Problemen blieb, sondern den Blick auf konkrete Anpassungsstrategien und gesellschaftliche Resilienz öffnete.

Wie wir ĂŒber Zukunft sprechen, entscheidet oft darĂŒber, wie wir ihr begegnen

Zukunft entsteht durch die Art, wie wir ĂŒber sie sprechen und mit ihr umgehen. Kommunikation kann Angst verstĂ€rken, kann jedoch auch Zuversicht und Gestaltungskraft wecken. Genau deshalb ist die Zukunftsreise entstanden. Sie lĂ€dt Menschen ein, Zukunft nicht als Schicksal, sondern als gemeinsamen Möglichkeitsraum zu betrachten.

Fotocredits: © Tiroler Zugspitz Arena / Hetfleisch

Hier das GesprÀch zum Nachhören: Klaus Kofler mit Björn Alexander

Das Interview mit Luisa Gohlke findet ihr hier: „Ich möchte mit der Zukunftsreise motivieren, anzufangen“

 

 

 

 

Zukunftsblick

AlpenKlimaGipfel 2026: Meteorologe Björn Alexander im GesprÀch mit Klaus Kofler

Beim AlpenKlimaGipfel auf der Zugspitze spreche ich mit Meteorologe Björn Alexander ĂŒber Zukunftskommunikation, Vertrauen, Wissenschaft und die Frage, wie Orientierung in einer komplexen Welt gelingen kann. Vielen Dank an das Team des AlpenKlimaGipfels fĂŒr die Einladung und all den inspirierenden GesprĂ€chen mit den Teilnehmern und Experten.

Zukunftskompetenz statt Zukunft vorhersagen

Im Podcast „Vision Possible“ des UNESCO Chair in Futures Capability for Innovation & Entrepreneurship am MCI Innsbruck spricht Klaus Kofler darĂŒber, warum wir Zukunft bisher vor allem verwaltet, prognostiziert und kontrolliert haben, und weshalb das heute nicht mehr ausreicht.

Im Mittelpunkt des GesprÀchs stehen zentrale Fragen unserer Zeit:
Wie bleiben Menschen und Organisationen in einer komplexen Welt handlungsfÀhig? Warum greifen klassische Zukunftsbilder immer hÀufiger zu kurz? Und weshalb wird Zukunftskompetenz zu einer der entscheidenden FÀhigkeiten des 21. Jahrhunderts?

Das GesprÀch beleuchtet unter anderem:

… warum Prognosen oft Sicherheit versprechen, aber selten echte Orientierung geben
… weshalb Zukunft nicht verwaltet, sondern gestaltet werden muss
… warum wir lernen sollten, mit Unsicherheit produktiv umzugehen
… welche FĂ€higkeiten Menschen in Zeiten permanenter VerĂ€nderung stĂ€rken
… und weshalb technologische Entwicklung ohne menschliche Haltung ins Leere lĂ€uft

Futures Literacy: Zukunft gestalten statt nur vorhersagen

Besonders inspirierend ist dabei der Ansatz der „Futures Literacy“, den die UNESCO als SchlĂŒsselkompetenz der Zukunft beschreibt: Das ist die FĂ€higkeit, Zukunft nicht nur vorauszudenken, sondern neue MöglichkeitsrĂ€ume wahrzunehmen und aktiv mitzugestalten.

Ein GesprĂ€ch ĂŒber Zukunftsmut, ResonanzrĂ€ume und die Frage, wie aus Unsicherheit wieder Gestaltungskraft entstehen kann.

🎧 Hier geht’s zur Podcastfolge

 

 

Zukunftsblick

Klaus Kofler im Podcast „Vision Possible“: Zukunft als Ressource

m Podcast „Vision Possible“ spricht Klaus Kofler ĂŒber einen neuen Umgang mit Zukunft in Zeiten von Unsicherheit, KI und gesellschaftlichem Wandel. Im Mittelpunkt stehen Zukunftskompetenz, Futures Literacy und die Frage, wie Menschen wieder handlungsfĂ€hig werden können. Ein GesprĂ€ch ĂŒber Haltung, Gestaltungskraft und neue MöglichkeitsrĂ€ume.

Wie gestalten wir Zukunft wieder bewusst, statt ihr nur hinterherzulaufen?

Die meisten ZukunftsbĂŒcher fragen, wie sehr Technologie und Fortschritt uns verĂ€ndern werden. In meinem aktuellen Buch stelle ich die umgekehrte Frage: wie verĂ€nderungsfĂ€hig sind wir Menschen selbst – und welchen Einfluss könnten wir dadurch auf das nehmen, was auf uns zukommt?

Mehr dazu im Börsenblatt-Interview mit Klaus Kofler: zum Interview

Und mehr zum Buch „Ressource Zukunft – Die Kunst, eine Welt von Morgen zu gestalten“

 

 

Zukunftsblick

Wie gestalten wir Zukunft wieder bewusst, statt ihr nur hinterherzulaufen?

Zukunft ist fĂŒr Klaus Kofler keine Prognose, sondern die Haltung, sie als gemeinsame Aufgabe zu begreifen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Zukunftsforscher Klaus Kofler spricht im Börsenblatt ĂŒber Zukunft als Ressource und regeneratives Zukunftsdesign.

Zukunft braucht Begeisterung…Staunen statt Stillstand

Zukunft braucht Begeisterung, denn ohne Staunen verliert jede Gesellschaft ihre Vorstellungskraft und damit ihre GestaltungsfÀhigkeit.

WĂ€hrend sich in vielen Debatten ein dĂŒsterer Grundton festgesetzt hat und Krisen, Konflikten und Machtspielen die Schlagzeilen dominieren, haben die gerade zu Ende gegangenen Olympischen Spiele in Italien etwas anderes sichtbar gemacht. Nicht als naive Gegenwelt, sondern als reale Möglichkeit. Denn wer genau hinsieht, erkennt, dass Zukunft nicht nur in Strategiepapieren, Innovationslaboren oder politischen Gipfeln entsteht. Sie zeigt sich dort, wo Menschen ĂŒber Unterschiede hinweg gemeinsam etwas möglich machen. Auf den WettkampfstĂ€tten war nicht nur Perfektion das Entscheidende, sondern auch Beziehung zueinander und fĂŒreinander. Nicht nationale Abgrenzung, sondern gelebte Vielfalt und auch nicht Zynismus, sondern die erstaunliche FĂ€higkeit des Menschen, sich immer wieder neu zu verbinden.

Staunen als Motor gesellschaftlicher ZukunftsfÀhigkeit

Aus Zukunftssicht ist das kein sentimentaler Moment, sondern ein struktureller Hinweis. Denn Gesellschaften verlieren ihre ZukunftsfĂ€higkeit nicht zuerst durch Ă€ußere Krisen, sondern durch den inneren Verlust von Vorstellungskraft. Der Ökonom und Zukunftsdenker Jeremy Rifkin weist seit Jahren darauf hin, dass große Transformationen immer auch Bewusstseinsverschiebungen sind. In seinen Arbeiten zur empathischen Zivilisation formuliert er sinngemĂ€ĂŸ: „Der Grad unserer Empathie bestimmt die Reichweite unserer Zukunft.“ Wo die FĂ€higkeit zur Verbindung schrumpft, verengt sich auch der Möglichkeitsraum von Gesellschaften. Und hier wird die eigentliche Dynamik sichtbar. Denn wenn wir aufhören zu staunen, verengt sich unser Möglichkeitsraum. Wenn wir uns nur noch als Getriebene negativer Entwicklungen wahrnehmen, beginnen wir, Zukunft defensiv statt gestaltend zu denken. Was auf den ersten Blick wie bloße Stimmungslage wirkt, hat in Wirklichkeit systemische Folgen fĂŒr Innovationskraft, KooperationsfĂ€higkeit und gesellschaftliche Resilienz. Gerade deshalb liegt in solchen globalen Ereignissen eine oft unterschĂ€tzte Kraft. Sie wirken wie ein kollektives Sichtfenster in alternative ZukĂŒnfte. FĂŒr einen Moment wird erfahrbar, dass Wettbewerb und Verbundenheit kein Widerspruch sein mĂŒssen, dass Vielfalt tragfĂ€hig macht und dass gemeinsames Erleben Zukunftsbilder öffnet, die im Alltag allzu schnell ĂŒberlagert werden.

Die Spiele haben gezeigt, was in der tĂ€glichen Krisenrhetorik oft ĂŒbersehen wird. Denn Kooperation ist kein romantisches Ideal, sondern eine hochwirksame soziale Infrastruktur. Vielfalt ist kein Störfaktor, sondern ein ResilienzverstĂ€rker. Transformations- und Resilienzforschung zeigen seit Jahren, dass Systeme mit hoher DiversitĂ€t und starker BeziehungsqualitĂ€t anpassungsfĂ€higer auf Störungen reagieren und schneller neue Lösungen entwickeln. Die amerikanische Systemdenkerin Donella Meadows formulierte es prĂ€gnant: „Wir mĂŒssen das System nicht stĂ€rker antreiben; wir mĂŒssen die Ziele des Systems verĂ€ndern.“ Genau das wurde in diesen Tagen zumindest fĂŒr Momente sichtbar. Nicht das stĂ€ndige Antreiben, Optimieren und Beschleunigen stand im Vordergrund, sondern das gemeinsame Ausrichten auf etwas GrĂ¶ĂŸeres als das eigene Interesse.

Das eigentliche Risiko unserer Zeit ist daher nicht die Krise selbst. Es ist die schleichende Gewöhnung an ein Zukunftsbild, das nur noch aus Bedrohung besteht. Aber wer Zukunft ausschließlich als Problemzone betrachtet, wird kaum die Energie aufbringen, sie aktiv zu gestalten. Dauerpessimismus ist kein Zeichen von Realismus. Er ist ein Innovationshemmnis. Deshalb brauchen wir wieder mehr RĂ€ume des Staunens. Nicht als Flucht vor dem Realen, sondern als mentale Infrastruktur fĂŒr HandlungsfĂ€higkeit. Staunen öffnet Wahrnehmung, Begeisterung erzeugt Bindung. Gemeinsame Erfahrungen schaffen Vertrauen und Vertrauen ist der vielleicht wichtigste Rohstoff fĂŒr jede gelingende Transformation.

Warum Begeisterung Innovationskraft und Resilienz stÀrkt

Die Olympischen Spiele haben uns daran erinnert, was möglich wird, wenn Menschen sich nicht primĂ€r als Konkurrenten, sondern als Teil eines grĂ¶ĂŸeren Ganzen erleben. Diese Erfahrung ist kein flĂŒchtiger emotionaler Moment. Sie ist ein Hinweis auf ein tieferes Prinzip lebendiger Systeme, denn Verbindung erzeugt ZukunftsfĂ€higkeit. Wenn wir diese Haltung ernst nehmen, verschiebt sich der Blick grundlegend. Zukunft ist dann kein diffuser Bedrohungshorizont mehr. Sie wird wieder zu dem, was sie immer war, eine gestaltbare Ressource. Und vielleicht beginnt genau dort der notwendige Kulturwechsel unserer Zeit, nĂ€mlich in der einfachen, aber radikalen Entscheidung, uns wieder berĂŒhren, ĂŒberraschen und begeistern zu lassen.

 

ab 7. Mai 2026 im Buchhandel erhÀltlich

 

Zukunftsblick

Zukunft braucht Begeisterung

Zukunft braucht Begeisterung, nicht Dauerpessimismus. Wenn Gesellschaften ihre FĂ€higkeit zum Staunen verlieren, schrumpft ihr Möglichkeitsraum. Empathie, Vielfalt und Kooperation sind keine idealistischen Werte, sondern systemische Voraussetzungen fĂŒr Innovation und Resilienz. Wer Zukunft gestalten will, muss wieder lernen, sich berĂŒhren und begeistern zu lassen.

Das Beste kommt noch 


Auch wenn es sich im Moment kaum so anfĂŒhlt. Die Welt steht unter Spannung. Zu viele Anforderungen gleichzeitig, zu wenig Atempausen dazwischen. Krisen ĂŒberlappen sich, Sicherheiten verlieren ihre TragfĂ€higkeit, Institutionen reagieren im Takt der Dringlichkeit, aber immer seltener aus einer langfristigen Haltung heraus. Zukunft wird dabei oft nicht als Gestaltungsraum verstanden, sondern als Unsicherheitsfaktor, den es zu kontrollieren gilt. Und genau darin liegt eine unbequeme Einsicht. Denn gerade im Zerfall vertrauter Ordnungen zeigt sich, was Zukunft in ihrem Kern ist. Eine kostbare Ressource.

Zukunft als Ressource

Nicht als Lagerbestand, den man verwalten oder ausschöpfen könnte, sondern als innere FĂ€higkeit von Menschen und Gesellschaften, Bedeutung zu erzeugen, Richtung zu entwickeln und Verantwortung zu ĂŒbernehmen, bevor Ă€ußere ZwĂ€nge sie dazu drĂ€ngen. Zukunft ist kein Privileg ruhiger Zeiten. Sie ist eine Form von Überlebenskompetenz. Wir leben in einer Gegenwart, die vieles erkennt und dennoch erstaunlich wenig verĂ€ndert. Noch nie war so offensichtlich, was ökologisch, sozial und wirtschaftlich auf dem Spiel steht. Und dennoch bleiben wir stehen. Nicht aus GleichgĂŒltigkeit, sondern aus Überlastung. Wahrnehmung versickert, Handlung wird aufgeschoben, Zukunft vertagt.

Das ist kein persönliches Scheitern, sondern Ausdruck eines kollektiven Musters. Eine Kultur, die Effizienz ĂŒber Bedeutung stellt, verliert ihre innere Orientierung. Systeme, die auf StabilitĂ€t fixiert sind, verlieren ihre LernfĂ€higkeit. Und Organisationen, die nur reibungslos funktionieren wollen, haben verlernt, nach ihrem Zweck zu fragen. Genau hier öffnet sich der Raum der Ressource Zukunft. Dort, wo wir aufhören, Zukunft als etwas Abgetrenntes zu betrachten, als Trend, Markt oder Prognose, und beginnen, sie wieder als Beziehung zu verstehen. Als Spannungsfeld zwischen dem, was ist, und dem, was möglich wĂ€re. Zwischen Erkenntnis und VerĂ€nderungsbereitschaft.

Zukunft entsteht nicht allein aus Planung. Sie wĂ€chst aus inneren Bildern. Aus Vorstellungen davon, wie wir leben wollen und wofĂŒr wir Verantwortung ĂŒbernehmen. Fehlen diese Bilder, bleibt selbst die ausgefeilteste Strategie hohl. Dann verbessern wir Systeme, die uns lĂ€ngst nicht mehr tragen, und beschleunigen AblĂ€ufe, ohne zu wissen, wohin sie fĂŒhren. Die großen Herausforderungen unserer Zeit legen das offen. Die ökologische Krise ist nicht in erster Linie eine Frage der Technik. Die gesellschaftlichen Verwerfungen sind nicht bloß Verteilungsfragen. Und die politische Erschöpfung ist kein Kommunikationsdefizit. Sie alle verweisen auf verlorene Zukunftsbilder und auf eine Kultur, die gelernt hat, Risiken zu verwalten, dabei aber das Gestalten verlernt hat.

Regeneratives Denken… wie wir unsere gestalterische Kraft zurĂŒckgewinnen

Was fehlt, ist kein weiteres Mehr, sondern ein klares WofĂŒr. Regeneratives Denken setzt genau dort an. Es fragt nicht zuerst nach Schadensbegrenzung, sondern nach Lebendigkeit. Es richtet den Blick auf Beziehungen statt auf isolierte Kennzahlen, auf KreislĂ€ufe statt auf lineare Effizienz und auf Sinn statt auf reine Outputlogik. Das gilt fĂŒr StĂ€dte und Quartiere ebenso wie fĂŒr Organisationen, Bildungssysteme und unser eigenes Handeln. Zukunft beginnt nicht irgendwo da draußen. Sie beginnt dort, wo Menschen wieder spĂŒren, dass ihr Tun Wirkung hat. Wo Selbstwirksamkeit nicht angekĂŒndigt, sondern erlebt wird. Und wo Verantwortung nicht als BĂŒrde erscheint, sondern als Möglichkeit.

Ein hartnĂ€ckiges MissverstĂ€ndnis unserer Zeit ist die Annahme, Zukunft ließe sich auslagern. An politische Systeme, an technologische Lösungen oder an MĂ€rkte. Doch Zukunft entsteht nicht durch Stellvertretung. Sie entsteht im Zusammenspiel. In vielen kleinen Entscheidungen, in unbequemen Fragen und in der Bereitschaft, mit Ungewissheit zu leben. Auch die technologische Beschleunigung macht das sichtbar. Digitale Systeme und Automatisierung verĂ€ndern unsere Welt in rasantem Tempo. Aber sie geben keine Antworten auf Sinnfragen. Sie verstĂ€rken, was wir in sie hineinlegen. Ohne innere Orientierung verstĂ€rken sie Orientierungslosigkeit. Mit klarer Haltung können sie neue MöglichkeitsrĂ€ume eröffnen.

Die Ressource Zukunft liegt nicht in einem fernen Morgen. Sie ist der innere Boden, auf dem Gesellschaften stehen. Wird er gepflegt, wachsen Orientierung, Mut und Gestaltungskraft. Wird er vernachlĂ€ssigt, breiten sich RĂŒckzug, Zynismus und GleichgĂŒltigkeit aus.

Das Beste entsteht nicht automatisch. Aber es kann entstehen, wenn wir aufhören zu warten und beginnen, Zukunft wieder als das zu verstehen, was sie ist: eine Beziehung, die gelebt und gestaltet werden will. Nicht irgendwann. Sondern jetzt!

 

ab 7. Mai 2026 im Buchhandel erhÀltlich

 

Zukunftsblick

Das Beste kommt noch…

Zukunft erscheint heute oft als Belastung, weil ĂŒberlappende Krisen unsere Orientierung untergraben und unsere Handlungskraft blockieren. Doch im Kern zeigt sich, dass Zukunft keine ferne Prognose ist, sondern eine Ressource, die entsteht, wenn Menschen Bedeutung, Richtung und Verantwortungsbereitschaft entwickeln. Genau daran fehlt es unserer Kultur, die Effizienz ĂŒber Sinn stellt, und damit ihre gestalterische FĂ€higkeit verliert.

Future Talk „Nahrung fĂŒr alle“ – Über Mythen und Fakten

An diesem Abend in der Stadtbibliothek Dornbirn widmen sich der Zukunftsforscher Klaus Kofler und sein Gast Timo KĂŒntzle der Frage, wie wir eine wachsende Weltbevölkerung ernĂ€hren können, ohne die ökologischen Grenzen endgĂŒltig zu sprengen. Schon nach wenigen Minuten wird klar, wer ĂŒber Essen spricht, spricht ĂŒber EnergieflĂŒsse, Ökologie, Verantwortung und AbhĂ€ngigkeiten und nicht ĂŒber Idylle.

Ein Thema, das uns alle betrifft

Der Journalist und Agrarwissenschaftler Timo KĂŒntzle beginnt mit etwas scheinbar Banalen, einem Radieschen. Doch gerade dieses einfache Beispiel zeigt, wie viel RealitĂ€t oft hinter unseren Vorstellungen verschwindet. Wer ein Radieschen anbaut, greift ein, in den Boden, in die Natur, in das Gleichgewicht. „NatĂŒrlich“ ist daran nichts. Jede Kulturpflanze, die uns heute ernĂ€hrt, ist das Ergebnis von ZĂŒchtung, Auswahl und Eingriff. Und dennoch halten wir an der romantischen Vorstellung fest, Landwirtschaft sei etwas UrsprĂŒngliches, fast Zeitloses. Doch das Bild von SensenmĂ€hen und almgrĂŒnen Weiden trĂ€gt keine acht Milliarden Menschen.

Zwischen Wunschbild und Wirklichkeit

WĂ€hrend wir uns in solchen Bildern einrichten, wird die Wirklichkeit immer lauter. Die Regale sind voll, aber sie sind keine Garantie. Wetterextreme, globale AbhĂ€ngigkeiten, LieferunterbrĂŒche, neue SchĂ€dlinge etc. zeigen uns, dass das System, das uns so selbstverstĂ€ndlich erscheint, lĂ€ngst unter Druck steht. Vor allem hier im Rheintal spĂŒren wir die VerĂ€nderungen bereits heute deutlich. Und wĂ€hrend die Temperaturen steigen, sinkt die VerlĂ€sslichkeit vieler vertrauter AblĂ€ufe, wie Klaus Kofler deutlich macht.

Genau deshalb werden wir uns alle verĂ€ndern mĂŒssen, nicht irgendwann, sondern jetzt. Direktsaat statt Pflug, neue Sorten, die Hitze und Trockenheit besser ertragen, digitale Werkzeuge, die helfen, Wasser, DĂŒnger und Energie sparsamer und prĂ€ziser einzusetzen. Zukunft bedeutet nicht RĂŒckkehr in die Vergangenheit. Zukunft bedeutet Anpassung, Weiterdenken und sich öffnen fĂŒr all diese Herausforderungen.

Reizworte Glyphosat, Gentechnik & Co.

Doch gerade dort beginnen die Reizwörter, die Emotionen auslösen. Glyphosat, Gentechnik und Chemie. Wenige Themen werden hartnĂ€ckiger ideologisch diskutiert als jene, die uns jeden Tag auf den Teller kommen. Timo KĂŒntzle meint, dass wir immer noch zu viele Technologien ablehnen, die lĂ€ngst unsere ErnĂ€hrung sichern sollten. Und dass wir gleichzeitig Verfahren nutzen, die streng genommen unter die Kategorie „Gentechnik“ fallen, nur nennen wir sie seit Jahrzehnten anders. Entscheidend ist nicht das Wort, sondern die Wirkung. Was schĂŒtzt den Boden? Was hilft der Pflanze? Was spart Energie? Was macht unser System stabiler?

Ähnlich widersprĂŒchlich ist das Thema DĂŒnger. Ohne synthetischen Stickstoff gĂ€be es die HĂ€lfte der Menschheit nicht. Und doch wissen wir, dass seine Produktion energieintensiv ist und verĂ€ndert werden muss. Auch hier lautet die Antwort nicht zurĂŒck, sondern besser.

Das Fazit des Abends ist ein nĂŒchterner, ehrlicher Blick auf das, was uns ernĂ€hrt. Weniger Ideologie, weniger Angst und dafĂŒr mehr Wissen, mehr Mut und mehr Bereitschaft, Verantwortung zu teilen. Denn die Frage „Nahrung fĂŒr alle“ ist keine Frage der Landwirtschaft allein. Es ist die Frage, wie wir als Gesellschaft Zukunft denken.

Danke an Timo KĂŒntzle fĂŒr sein Kommen, Danke an alle Teilnehmer fĂŒr das große Interesse, das volle Haus und die vielen anregenden GesprĂ€che.

Den gesamten Talk gibt es hier zum Nachhören.

Zukunftsblick

Future Talk „Zukunft Nahrung“ mit Timo KĂŒntzle

Klaus Kofler und Timo KĂŒntzle zeigen im Future Talk, warum ErnĂ€hrungssicherheit ein weltweites Zukunftsthema ist, geprĂ€gt von Klimawandel, neuen Technologien, globalen AbhĂ€ngigkeiten und ĂŒberholten Mythen. Ein klarer Blick auf das, was uns wirklich ernĂ€hrt.

Zukunft als Zumutung

Wir alle sprechen gerne ĂŒber Zukunft, so als wĂ€re sie ein bequemes Upgrade der Gegenwart. Ein bisschen smarter, ein bisschen digitaler, oder einfach effizienter. Blicken wir aber etwas genauer hin, zeigt sich ein völlig anderes Bild von ihr. Dabei stellt sich die Frage, ob uns denn wirklich die großen Krisen bedrohen, oder ob die echte Gefahr nicht mehr darin liegt, einfach weiterzumachen, obwohl doch schon lĂ€ngst klar ist, dass es so gar nicht mehr funktionieren wird.  Ja, es ist diese GleichgĂŒltigkeit, die wir unterschĂ€tzen. Die Bereitschaft, weiterzuwischen, obwohl man spĂŒrt, dass etwas kippt. Zukunft wird nicht durch IrrtĂŒmer verspielt, sondern durch das Wegsehen. Wer sich heraushĂ€lt, ĂŒberlĂ€sst anderen die Gestaltungsmacht. Denn Zukunft entsteht immer, die Frage ist nur, ob mit oder ohne uns.

Wir haben Zukunft viel zu lange behandelt wie ein Fortschritts Abo. Man wartet, bis halt irgendjemand etwas Neues liefert. Doch Zukunft folgt keinem Lieferprinzip. Sie fordert uns heraus. Sie verlangt Beteiligung und Reibung und vor allem Haltung. Genau deshalb ist sie auch eine Zumutung. Denn sie drĂ€ngt uns, uns einzumischen. Nein, nicht erst, wenn es brennt, sondern schon dann, wenn erste Irritationen spĂŒrbar werden. Denn Zukunft ist und war nie ein sicherer Raum, sondern immer ein Feld, das uns zwingt, Entscheidungen zu treffen, die nicht bequem, aber unvermeidbar und notwendig sind.

Zukunft beginnt im Kopf, nicht im Kalender

Die FĂ€higkeit, Zukunft zu gestalten, entsteht nicht irgendwo da draußen, sondern tief im Inneren. Sie beginnt mit dem Willen, mehr sehen zu wollen als im Jetzt. Kinder tun das selbstverstĂ€ndlich. Sie handeln mit einem stillen Vertrauen darauf, dass aus dem Unbekannten etwas entstehen kann. Erwachsene haben diesen Zugang verloren. Wir verlangen Garantien, bevor wir losgehen. Doch Zukunft belohnt nicht jene, die abwarten. Sie belohnt jene, die den ersten Schritt wagen, auch wenn der Boden unter uns noch unsicher ist.

Ein Blick auf das Unerwartete – Zukunft als Nebenprodukt des Handelns

In vielen europĂ€ischen StĂ€dten zeigt sich etwas, das kaum jemand bewusst bemerkt. Menschen gestalten ihre Umgebung unabsichtlich um. In öffentlichen GebĂ€uden werden bestimmte RĂ€ume, ZwischengĂ€nge oder Nischen ĂŒber die Jahre zu Orten des Austauschs, der Abstimmung und der spontanen KreativitĂ€t. Auch wenn diese Orte nie dafĂŒr vorgesehen waren, wurden sie zu Knotenpunkten und Begegnungszonen, die Menschen gestaltet haben. Die ErklĂ€rung war ist simpel, denn diese RĂ€ume funktionieren nicht, weil sie geplant waren, sondern weil sie gebraucht wurden. Genau darin liegt die Lektion. Zukunft entfaltet sich dort, wo Menschen handeln, improvisieren und ausprobieren. Zukunft ist immer das Ergebnis gelebter Entscheidungen und nicht das Produkt eines Masterplans.

Die Zumutung besteht darin, nicht lÀnger Zuschauer zu sein

Wir leben in einer Zeit, in der sich zwar vieles bewegt, aber irgendwie sich wenig wirklich verwandelt. Was uns ĂŒberfordert, reparieren wir, anstatt Neues zu gestalten. Aber unsere Zukunft wird so zum VerlustgeschĂ€ft. Nein, nicht weil wir zu wenig ĂŒber sie wissen, sondern weil wir zu wenig wagen. Zumutung heißt, Verantwortung anzunehmen, bevor etwas zwingend wird. Zumutung heißt, den eigenen Denkrahmen zu verlassen. Und Zumutung heißt, eine Richtung zu wĂ€hlen, bevor Ă€ußere UmstĂ€nde sie fĂŒr uns festlegen. All das entsteht nicht durch Wunschdenken, sondern durch bewusste Entscheidungen im Heute, auch wenn sie unbequem sind. Zukunft verlangt, dass wir die Komfortzone verlassen und Unsicherheit nicht lĂ€nger als Bedrohung betrachten, sondern als Rohstoff fĂŒr das Kommende. Denn Zukunft als Zumutung heißt vor allem, dass wir uns selbst verĂ€ndern, bevor die Welt es fĂŒr uns tut.

 

Zukunftsblick

Zukunft als Zumutung

Zukunft ist nicht einfach ein Fortschritts-Abo, sondern eine Herausforderung, die Beteiligung und Verantwortung verlangt. Sie entsteht nicht durch Abwarten, sondern durch bewusstes Handeln und Entscheidungen im Heute. Wer die Zukunft gestalten will, muss die Komfortzone verlassen und Unsicherheit als Chance begreifen. Zukunft als Zumutung bedeutet, aktiv mitzuwirken, bevor Ă€ußere UmstĂ€nde die Richtung bestimmen.

Wozu noch Zukunftsforschung, wenn die KI doch alles weiß?

Zukunftsforschung in einer Welt der Maschinenlogik

Ein kĂŒhler Morgen. Ein CEO sitzt im Konferenzraum. Vor ihm ein frisch generierter Bericht einer KI. Umfangreiche 35 Seiten Zukunftsszenarien. Klimadaten, Markttrends und demografische Entwicklungen. Alles berechnet, perfekt visualisiert und aufbereitet. „Beeindruckend“ sagt er. Und dann, fast beilĂ€ufig die Frage in die Runde: „Was machen wir jetzt damit“? Stille. Genau dieser Moment zeigt, worum es im Kern geht. Denn Zukunft ist keine Rechenaufgabe, sie ist eine Entscheidung.

Die große Illusion, wir können die Zukunft berechnen

Im Zeitalter der KĂŒnstlichen Intelligenz verfĂŒhren uns Maschinen zur Vorstellung, Zukunft ließe sich aus der Vergangenheit durch Mustererkennung, Datenmodelle oder Wahrscheinlichkeiten ableiten. Aber je mehr wir uns auf solche Berechnung verlassen, desto mehr verharren wir in der Gegenwart. So, als wĂ€re Zukunft nur Kulisse, Technologie, Markt oder Innovation. Etwas, das wir mit Daten befĂŒllen, aber nicht mit Bedeutung. Wir haben die Zukunft funktionalisiert und zur ProjektionsflĂ€che gemacht. Zur Ware, zur Simulation, bis hin zum Risikofaktor. Doch in Wahrheit haben wir sie entkernt, entemotionalisiert, entpolitisiert und entmenschlicht. Zukunft wurde zu einer (Management)-Kennzahl reduziert. Aber in Wirklichkeit war und ist sie ein Möglichkeitsraum. Ein Raum der Haltung und Entfaltung und niemals ein Raum der nackten Effizienz.

Zukunftsforschung war nie dafĂŒr da, Zukunft vorherzusagen. Sie war immer ein kritisches Korrektiv. Ein „Ort“ des Infrage- stellens und der Versuch, das Undenkbare denkbar zu machen und gleichzeitig zu hinterfragen. Gerade in einer Welt, in der Maschinen das Denken zunehmend ĂŒbernehmen, braucht es den Menschen mehr denn je. Menschen, die wieder zu Fragende, Entscheidende und Gestaltende werden.

KI kann keine Verantwortung ĂŒbernehmen

In ihrem Buch „Atlas der KI“ schreibt Kate Crawford: «Intelligenz hat primĂ€r mit rationalem Handeln zu tun.» Nur das Wechselspiel zwischen Denken und Handeln verbunden mit vielen bewussten und unbewussten Prozessen ist das Merkmal von Intelligenz. KI ist unumstritten brillant in der Analyse. Nur kennt sie keine Ethik. Sie liefert keine Absicht und kein WofĂŒr und kein Warum. Sie simuliert Optionen, trifft jedoch keine Entscheidung und ĂŒbernimmt schon gar keine Verantwortung. Gerade deshalb braucht es Zukunftsforschung als kulturelle, ethische und strategische Instanz, wenn es um Zukunft geht.

Wir leben in einer Welt, in der wir dringend wieder Werte ĂŒber Wahrscheinlichkeiten stellen mĂŒssen. Weil es unumgĂ€nglich ist, dass wir gerade jetzt langfristige Wirkungen vor immer noch schnellere und kurzfristigere Optimierung setzen mĂŒssen. Es ist wichtiger denn je, Menschen und Organisationen zu befĂ€higen, in einer unsicheren, komplexen und instabilen Welt handlungsfĂ€hig zu bleiben. Wir haben gelernt, perfekt auf Zukunft zu reagieren. Jetzt aber gilt es, mit ihr zu interagieren. Und das ist etwas grundlegend Neues.

Orientierung statt Geschwindigkeit

Wir leben in einer Welt, die uns tĂ€glich mit neuen Bildern, Szenarien und Informationen ĂŒberflutet. Zukunft wird dadurch nicht nur immer beliebiger, sondern gleichzeitig auch immer bedrohlicher. Doch wer heute nur noch auf Daten blickt, plant Zukunft mit dem RĂŒckspiegel. Gerade in unruhigen Zeiten braucht es Orientierung, um durch Haltung, Sinn und Zukunftskompetenz wieder Richtung zu geben. Und genau das ist die StĂ€rke zeitgemĂ€ĂŸer Zukunftsforschung. Quasi die Zukunft der Zukunftsforschung. Sie eröffnet Perspektivwechsel, die nicht nur absichern, sondern eingefahrene Denkmuster irritieren, um sie als lebendiger Denk- und Handlungsraum bewusst und wirksam wieder zugĂ€nglich zu machen.

Zukunft ist gestaltbar oder gar nicht

Ein fataler Irrtum unserer Zeit ist der Glaube, dass Technologie selbst die Lösung ist. Aber Technologie ist niemals neutral. Sie ist immer Ausdruck von Werten, Weltbildern und MachtverhĂ€ltnissen. Jede Innovation ist eine Entscheidung fĂŒr bestimmte ZukĂŒnfte aber zugleich auch gegen andere. Deshalb ist auch Zukunft nicht neutral. Denn sie ist das Ergebnis unserer Entscheidungen oder unserer UntĂ€tigkeit. Überlassen wir sie den Maschinen, bekommen wir technologische Perfektion jedoch ohne moralischen Kompass. Wer sie neu denkt, als offenen Prozess zwischen Kultur, Gestaltung und Verantwortung, schafft RĂ€ume, in denen Zukunft wieder zu etwas wird, das uns gehört.

ZurĂŒck in den Konferenzraum. Die KI hat geliefert. Aber jetzt ist der Mensch dran, einen neuen Schritt in seinem Menschsein zu vollziehen. Nicht auf die Frage hin, was ein Algorithmus vorgibt, sondern was wir selbst mit uns und unserer Zukunft anstellen wollen.

© Klaus Kofler

 

 

Zukunftsblick

Wozu noch Zukunftsforschung?

Zukunft ist nicht neutral. Sie ist das Ergebnis unserer Entscheidungen oder unserer UntĂ€tigkeit. KI ist unumstritten brillant in der Analyse. Nur kennt sie keine Ethik. Sie liefert keine Absicht und kein WofĂŒr und kein Warum.

Zukunftsdesign lernen – Hochschule Ravensburg-Weingarten startet Wahlfach

Zukunft kommt nicht einfach auf uns zu…wir gestalten sie. Unter diesem Leitgedanken bietet die Hochschule Ravensburg-Weingarten seit 2021 das innovatives Wahlfach Zukunftsdesign im Masterprogramm an. Begleitet von Experten wie Holger Bramsiepe und Zukunftsforscher Klaus Kofler lernen Studierende, wie Zukunft nicht als Prognose, sondern als bewusster Gestaltungsprozess verstanden werden kann.

Zukunft als Möglichkeitsraum

Die Gegenwart ist geprĂ€gt von Transformationen wie Klimawandel, digitale Disruption, gesellschaftliche BrĂŒche. Klassische lineare Antworten greifen zu kurz und Zukunftsdesign setzt hier an und begreift Zukunft nicht als festen Zustand, sondern als einen offenen Möglichkeitsraum. Ziel ist es, neue Perspektiven zu entwickeln und Methoden kennenzulernen, die Orientierung in einer Welt schaffen, die immer schneller, komplexer und vernetzter wird.

Kompetenzen fĂŒr eine neue Zeit

Das Wahlfach vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch konkrete Kompetenzen, den Umgang mit Unsicherheit, die Entwicklung von Zukunftsszenarien und die FĂ€higkeit, Chancen frĂŒhzeitig zu erkennen. Dabei geht es um mehr als bloße Ideen. Gefragt sind kluge und tragfĂ€hige Konzepte, die den Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und Organisationen begleiten. Zukunftsdesign verbindet wissenschaftlich-rationale AnsĂ€tze mit kreativ-sozialem Denken, eine Haltung, die Klaus Kofler als „Ambidextrie des Zukunftsdenkens“ beschreibt.

Bildung als SchlĂŒssel fĂŒr Zukunftskompetenz

Ein besonderer Fokus liegt auf Bildung als kultureller Technik. Zukunftskompetenz bedeutet, Verantwortung zu ĂŒbernehmen, neue Fragen zu stellen und den Mut zu entwickeln, alte Muster zu verlassen. Mit realen und virtuellen LernrĂ€umen, Experimenten und Projekten erleben Studierende, wie aus abstraktem Zukunftsdenken konkrete Handlungsmöglichkeiten werden.

Zukunftsdesign als Impuls fĂŒr Unternehmen und Gesellschaft

Das erworbene Wissen geht weit ĂŒber die Hochschule hinaus. Es hilft, in Unternehmen, Politik und Organisationen tragfĂ€hige Strategien zu entwickeln. Von Innovationsprozessen ĂŒber nachhaltiges Wirtschaften bis hin zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen. Zukunftsdesign wird damit zu einer Ressource, die nicht nur den Einzelnen stĂ€rkt, sondern ZukunftsfĂ€higkeit als kollektive Aufgabe begreift.

Damit wird das Wahlfach „Zukunftsdesign“ an der Hochschule Ravensburg-Weingarten zu einem praktischen Labor fĂŒr die Zukunft und zu einem Beispiel dafĂŒr, wie Zukunftskompetenz, regeneratives Denken und Verantwortung schon heute in der Ausbildung verankert werden können.

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Zukunftsblick

Wahlfach Zukunftsdesign an der Hochschule Ravensburg/Weingarten – Zukunft gestalten lernen

Zukunft kommt nicht einfach auf uns zu…wir gestalten sie. Unter diesem Leitgedanken bietet die Hochschule Ravensburg-Weingarten seit 2021 das innovatives Wahlfach Zukunftsdesign im Masterprogramm an. Begleitet von Experten wie Holger Bramsiepe und Zukunftsforscher Klaus Kofler lernen Studierende, wie Zukunft nicht als Prognose, sondern als bewusster Gestaltungsprozess verstanden werden kann.

Future Talk „Zukunft Mensch“

Im Future Talk Format von Klaus Kofler war dieses Mal Prof. Dr. Dr. Martin Grassberger in der Stadtbibliothek Dornbirn zu Gast zum Thema „Zukunft Mensch“.

Dieser Future Talk bringt zwei Perspektiven zusammen, die auf den ersten Blick verschieden scheinen, sich jedoch in der Tiefe ergÀnzen, nÀmlich die Zukunftsforschung von Klaus Kofler und die biomedizinischen Betrachtungen von Martin Grassberger. Gemeinsam werfen sie einen kritischen Blick auf den Zustand unserer Gesellschaft und diskutieren, welche Werkzeuge wir brauchen, um die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu meistern.

Zukunft Mensch, ein Dialog ĂŒber Verantwortung und Gestaltungskraft

Im Zentrum steht die Frage: Wie wollen wir als Menschen in Zukunft leben und was mĂŒssen wir heute tun, um diese Zukunft zu gestalten? Dabei geht es nicht um starre Prognosen oder lineare VerlĂ€ngerungen der Gegenwart, sondern um die Haltung, Verantwortung fĂŒr unsere Zukunft zu ĂŒbernehmen und aktiv neue Möglichkeiten zu schaffen.

Klaus Kofler betont, dass Zukunft kein Algorithmus ist, sondern ein Resonanzraum, in dem wir uns als Gesellschaft immer wieder neu erfinden mĂŒssen. Martin Grassberger ergĂ€nzt diesen Ansatz mit Blick auf ökologische und medizinische ZusammenhĂ€nge, Gesundheit, Umwelt und soziales Miteinander bilden ein untrennbares Geflecht, das unsere ZukunftsfĂ€higkeit bestimmt.

Perspektiven auf Gesellschaft, Umwelt und Gesundheit im Future Talk mit Klaus Kofler und Martin Grassberger

Der Talk macht deutlich, wir leben in einer Zeit multipler Krisen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, gesellschaftliche Spaltungen. Doch anstatt uns von diesen Problemen lĂ€hmen zu lassen, gilt es, sie als Ausgangspunkt fĂŒr kreative Lösungen zu sehen. Zukunftskompetenz bedeutet, alte Muster zu hinterfragen, eingefahrene Strukturen zu verlassen und mutig neue Wege einzuschlagen. Besonders betont wird die Rolle der Resilienz. Sie entsteht nicht von heute auf morgen, sondern durch einen bewussten Prozess des Umlernens, Loslassens und Neu-Gestaltens. Resilienz ist dabei nicht bloß ein Schlagwort, sondern die Grundlage fĂŒr ein regeneratives Zukunftsdesign, das sich am Gesamtorganismus Gesellschaft orientiert.

Zukunftskompetenz und Resilienz als SchlĂŒssel fĂŒr eine lebenswerte Zukunft

Der Future Talk „Zukunft Mensch“ zeigt, wie entscheidend Kommunikation, Empathie und eine neue Haltung zum Leben selbst sind. Nur wenn wir bereit sind, sowohl rational als auch emotional, sowohl individuell als auch kollektiv zu denken, kann Zukunft als Raum der Chancen entstehen. Zukunft heißt, aktiv zu handeln, bevor wir gezwungen werden zu reagieren. So wird „Zukunft Mensch“ zu einer Einladung, nicht auf bessere Zeiten zu warten, sondern sie selbst möglich zu machen, mit Mut, Verantwortung und einer klaren Haltung.

Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, den Menschen nicht lÀnger als Störfaktor, sondern als Teil der Lösung zu begreifen und die Natur nicht als Ressource, sondern als Lehrmeisterin. Denn Zukunft beginnt dort, wo wir wieder lernen, lebendig zu denken.

Danke an Martin Grassberger fĂŒr seine inspirierende PrĂ€senz. Danke an alle Teilnehmer fĂŒr das große Interesse, das volle Haus und die vielen anregenden GesprĂ€che.

Den gesamten Talk gibt es hier zum Nachhören.

 

Future Talk „Zukunft Mensch“

Zukunftsblick

Future Talk „Zukunft Mensch“ mit Prof. Dr. Dr. Martin Grassberger

Im Future Talk Format von Klaus Kofler war dieses Mal Prof. Dr. Dr. Martin Grassberger zu Gast zum Thema „Zukunft Mensch“.
Dieser Future Talk bringt zwei Perspektiven zusammen, die auf den ersten Blick verschieden scheinen, sich jedoch in der Tiefe ergÀnzen, nÀmlich die Zukunftsforschung von Klaus Kofler und die biomedizinischen Betrachtungen von Martin Grassberger. Gemeinsam werfen sie einen kritischen Blick auf den Zustand unserer Gesellschaft und diskutieren, welche Werkzeuge wir brauchen, um die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu meistern.

Was braucht es in Zukunft, um ein gutes Leben fĂŒr alle zu ermöglichen?

In diesem Podcast mit dem Sozialmagazin Megaphon stellt der österreichische Zukunftsforscher Klaus Kofler eine wichtige und zentrale Frage unserer Zeit: Was braucht es in Zukunft, um ein gutes Leben fĂŒr alle zu ermöglichen? Statt einfacher Antworten bietet er eine tiefgrĂŒndige Auseinandersetzung mit den Bedingungen, unter denen Zukunft ĂŒberhaupt gelingen kann, nicht nur fĂŒr Einzelne, sondern fĂŒr die Gesellschaft als Ganzes.

Klaus Kofler begreift die Ressource Zukunft als einen Möglichkeitsraum, der nicht vorgegeben ist, sondern bewusst gestaltet werden muss. Dabei warnt er eindringlich davor, sich auf technische Lösungen oder kĂŒnstliche Intelligenz zu verlassen. Zukunft entsteht nicht durch Prognosen oder Algorithmen, sondern durch Menschen, die Entscheidungen treffen, Verantwortung ĂŒbernehmen und Sinn stiften. Nur wer Haltung zeigt, kann wirksam handeln.

Ein gutes Leben fĂŒr alle braucht laut Kofler nicht mehr Geschwindigkeit, sondern mehr Orientierung. In einer Welt, die von permanenter Beschleunigung und digitaler ReizĂŒberflutung geprĂ€gt ist, plĂ€diert er fĂŒr neue Formen der Bildung, die Menschen befĂ€higen, Zukunft zu denken und zu gestalten. Der Zugang zu Zukunftswissen, kritischem Denken und systemischem Verstehen mĂŒsse zentraler Bestandteil unserer Bildungssysteme werden. Denn wer nicht versteht, in welchen ZusammenhĂ€ngen wir leben, wird auch keine zukunftsfĂ€higen Lösungen entwickeln.

Klaus Kofler betont, dass es dafĂŒr auch ein neues Menschenbild braucht, eines, das auf Kooperation, Empathie und Verantwortung basiert anstatt auf Konkurrenz und reiner Effizienz. RĂ€ume fĂŒr Begegnung, Kunst, Reflexion und gesellschaftliche Mitgestaltung sind fĂŒr ihn keine NebenschauplĂ€tze, sondern Grundbedingungen eines guten Lebens fĂŒr alle.

Der Podcast ist eine Einladung, den eigenen Blick auf die Zukunft zu schÀrfen, jenseits von Techno-Utopien oder KrisenlÀhmung. Wer wissen will, wie wir gemeinsam einen neuen Zukunftspfad einschlagen können, findet hier keine Patentrezepte, aber eine kraftvolle Perspektive. Zukunft ist nicht das, was passiert, sondern das, was wir möglich machen.

🎧 Jetzt reinhören:

https://soundcloud.com/user-67078869/was-braucht-es-in-zukunft-um-ein-gutes-leben-fur-alle-zu-ermoglichen-klaus-kofler

Zukunftsblick

Podcast Megaphon – Was braucht es, um in Zukunft „Ein gutes Leben fĂŒr alle“ zu ermöglichen?

In diesem Podcast mit dem Sozialmagazin Megaphon stellt der österreichische Zukunftsforscher Klaus Kofler eine wichtige und zentrale Frage unserer Zeit: Was braucht es in Zukunft, um ein gutes Leben fĂŒr alle zu ermöglichen? Statt einfacher Antworten bietet er eine tiefgrĂŒndige Auseinandersetzung mit den Bedingungen, unter denen Zukunft ĂŒberhaupt gelingen kann, nicht nur fĂŒr…

Zukunftsmut statt Zukunftsangst

Zukunft ist kein Schicksal, sondern eine Frage der Haltung. Im Interview mit der Kleinen Zeitung macht Zukunftsforscher Klaus Kofler deutlich, dass wir weniger Prognosen brauchen, sondern mehr Mut, Verantwortung zu ĂŒbernehmen. In Zeiten, in denen Klimakrise, technologische UmbrĂŒche und gesellschaftliche Spannungen Ängste verstĂ€rken, ruft er zu einem Perspektivwechsel auf. Zukunftsbewusstsein bedeutet nicht, auf sichere Antworten zu warten, sondern Unsicherheit als Gestaltungsraum zu begreifen.

Zukunftsbewusstsein statt lÀhmender Angst

Der österreichische Zukunftsforscher Kofler betont, dass Zukunft nicht berechenbar ist. Sie entsteht dort, wo Menschen Entscheidungen treffen und neue Wege wagen. Angst lĂ€hmt, Mut eröffnet Möglichkeiten. Zukunftsmut bedeutet, die Ungewissheit nicht als Bedrohung, sondern als Einladung zum Handeln zu verstehen. Damit unterscheidet sich Koflers Ansatz klar von klassischen Zukunftsprognosen. Nicht das „Was wird kommen?“ ist entscheidend, sondern das „WofĂŒr wollen wir handeln?“

Zukunft als kulturelle Aufgabe

Ein Schwerpunkt des GesprĂ€chs liegt auf der Rolle von Bildung und Kultur. Zukunftskompetenz entsteht nicht allein durch technisches Wissen, sondern durch die FĂ€higkeit, ZusammenhĂ€nge zu deuten, Verantwortung zu teilen und neue Narrative zu entwickeln. „Wir brauchen neue Sinngeschichten“, so Klaus Kofler, „die uns Orientierung geben und unsere HandlungsfĂ€higkeit stĂ€rken.“ Zukunft wird damit zu einer kulturellen Aufgabe, die uns alle betrifft, von Politik ĂŒber Wirtschaft bis in den Alltag jedes Einzelnen.

Von Resilienz zu regenerativem Zukunftsdesign

Besonders hervor hebt Kofler die Bedeutung von Resilienz. Sie ist nicht bloß die FĂ€higkeit, Krisen zu ĂŒberstehen, sondern die Basis fĂŒr ein regeneratives Zukunftsdesign, das Neues möglich macht. Zukunftsmut heißt, vertraute Denkmuster zu verlassen und RĂ€ume zu schaffen, in denen Kooperation, Innovation und Verantwortung wachsen können. Klaus Kofler richtet einen klaren Appell an Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, dass Zukunft nicht durch Abwarten, sondern durch mutiges Handeln entsteht. Zukunftsmut ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafĂŒr, dass wir den Krisen unserer Zeit mit KreativitĂ€t und Entschlossenheit begegnen können.

📖 „Zum Artikel der Kleinen Zeitung“

Zukunftsblick

Interview Kleine Zeitung – Wir brauchen mehr Zukunftsmut

Zukunftsmut ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafĂŒr, dass wir den Krisen unserer Zeit mit KreativitĂ€t und Entschlossenheit begegnen können. Klaus Kofler richtet im Interview mit der Kleinen Zeitung einen klaren Appell an Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, dass Zukunft nicht durch Abwarten, sondern durch mutiges Handeln entsteht.

Zukunftsbewusstsein 2025 – Klaus Kofler im GesprĂ€ch

Im Kurier Podcast spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber die Kraft des Zukunftsbewusstseins. Er macht deutlich, dass die zentralen Herausforderungen unserer Zeit nicht nur in geopolitischer, ökologischer oder technologischer Natur liegen, sie liegen tiefer, in unseren mentalen Bruchstellen. Zukunft entsteht nicht durch Prognosen, sondern durch Haltung, Verantwortung und den Mut, neue Wege zu denken.

Mentale Bruchstellen als Kern der Zukunftskrise

Unsere grĂ¶ĂŸte Krise ist nicht der Mangel an Wissen ĂŒber das Morgen, sondern der Verlust an Vorstellungskraft. „Wenn das Ă€ußere Zukunftsbild lauter wird als unser inneres, siegt die Angst“, betont Kofler. Diese innere Krise prĂ€gt unsere Gegenwart und öffnet RĂ€ume fĂŒr Populismus, Resignation und gesellschaftliche Spaltungen. Der Soziologe Andreas Reckwitz stellt fest, dass moderne Gesellschaften verlernt haben, mit Verlusten umzugehen, eine EinschĂ€tzung, die Peer SteinbrĂŒck ergĂ€nzt: „Wir haben uns bequem eingerichtet in der Gegenwart.“

Vor diesem Hintergrund reicht es nicht aus, sich auf Prognosen zu verlassen. Sie können beruhigen, geben aber keine Orientierung. Zukunft ist ein offener Möglichkeitsraum, der durch Haltung und Verantwortung gefĂŒllt werden muss. Kofler fordert, alte Denkmuster zu hinterfragen und ein aktives Zukunftsbewusstsein zu entwickeln mit weniger Anpassung und mehr Gestaltung. Wer Zukunft als Chance begreift, erkennt, dass neue Antworten nicht durch Rechenmodelle entstehen, sondern durch Klarheit im Denken und Mut zum Handeln.

Neue Sinngeschichten fĂŒr eine gestaltbare Zukunft

Damit verbunden ist die Suche nach neuen ErzĂ€hlungen. „Alte Gewinngeschichten funktionieren nicht mehr“, so der Zukunftsforscher Kofler, „neue mĂŒssen wir uns erst erfinden.“ Diese Sinngeschichten sind mehr als Worte. Sie geben Orientierung und stĂ€rken die FĂ€higkeit, in Krisen handlungsfĂ€hig zu bleiben. Zukunftsbewusstsein bedeutet deshalb auch, unser „WofĂŒr“ neu zu klĂ€ren. Erst wenn wir Sinn wieder spĂŒrbar machen, können wir Zukunft als Gestaltungsauftrag begreifen.

Zukunftsbildung als kulturelle Technik

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Bildung. Doch Zukunftsbildung ist kein klassisches Fach, sondern eine kulturelle Technik, die junge Menschen befĂ€higt, mit KomplexitĂ€t umzugehen und zwischen multiplen Optionen das Wesentliche zu erkennen. Zukunftskompetenz bedeutet nicht bloß Anpassung an das Bestehende, sondern die FĂ€higkeit, Möglichkeiten zu eröffnen und aktiv neue Wege zu gestalten.

Auch digitale Medien prĂ€gen unsere mentale Zukunftslandschaft. Sie sind weder Feindbild noch Allheilmittel, sondern Beschleuniger, im Positiven wie im Negativen. Informationsflut allein macht uns nicht klĂŒger, oft eher ohnmĂ€chtiger. Erst durch Medienkompetenz, kritisches Denken und emotionale Resilienz können wir den digitalen Raum so nutzen, dass er Zukunftsbewusstsein stĂ€rkt, statt es zu ĂŒberfordern.

Optimismus als Pflicht

Trotz aller Herausforderungen bleibt Klaus Kofler optimistisch. Nicht naiv, sondern aus Überzeugung. Er erinnert an Karl Poppers Satz „Optimismus ist Pflicht“ und an Kants Idee einer inneren Verpflichtung zur Hoffnung. Zukunft beginnt nicht irgendwo draußen, sondern in uns selbst. In unserer Haltung, in unserem Denken, in unserem Mut. Sein Appell zum Jahresbeginn 2025 lautet deshalb: „Weniger Angst. Mehr Sinn. Weniger Stillstand. Mehr Erneuerung.“

🎧 Jetzt den ganzen Podcast mit Klaus Kofler im Kurier hören:

 

Zukunftsblick

Podcast Kurier – Es gibt keine Alternative zu Optimismus

Im Kurier Podcast spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber die Kraft des Zukunftsbewusstseins. Er macht deutlich, dass die zentralen Herausforderungen unserer Zeit nicht nur in geopolitischer, ökologischer oder technologischer Natur liegen, sie liegen tiefer, in unseren mentalen Bruchstellen. Zukunft entsteht nicht durch Prognosen, sondern durch Haltung, Verantwortung und den Mut, neue Wege zu denken.

Die Kraft der Zukunft – Ein GesprĂ€ch mit Zukunftsforscher Klaus Kofler

Im Interview mit oekostrom AG zeigt Zukunftsforscher Klaus Kofler, dass Zukunft nicht vorhersehbar ist, sondern durch Verantwortung und Gestaltungskraft entsteht. In Zeiten, in denen multiple UmbrĂŒche wie Klimakrise, digitale Transformation und geopolitische Spannungen unsere Unsicherheiten schĂŒren, fordert Kofler ein neues Denken, das ĂŒber prognostische Sicherheit hinausgeht.

Bildung als SchlĂŒssel zu Zukunftskompetenz

Seine Philosophie ist klar. Zukunft bedeutet, Information und Zukunftswissen zu verknĂŒpfen, um gesellschaftliche Transformation anzustoßen. Dabei setzt er auf Bildung als SchlĂŒssel und sieht eine LĂŒcke in Österreichs Studienlandschaft. Es fehle an StudiengĂ€ngen, die Zukunftswissen explizit lehren. Als Vorbild nennt er den Future Campus an der HAK in Feldkirch, wo Jugendliche lernen, Zukunft aktiv mitzugestalten und so Motivation, Orientierung und Zusammenarbeit erleben.

Zukunftskompetenz entsteht durch Haltung und Verantwortung

Kofler wirbt fĂŒr ein neues Menschenbild, das weniger auf technischer Effizienz beruht, sondern auf Kooperation, Empathie und einem regenerativen VerstĂ€ndnis von Zukunft. Er spricht sich gegen eine passive oder reaktive Haltung aus und plĂ€diert fĂŒr eine Gesellschaft, die Zukunft nicht nur antizipiert, sondern sie bewusst entwirft. Zukunft soll als handelbarer Möglichkeitsraum verstanden werden und nicht abstrakt, sondern konkret und alltagsnah.

Die Kraft der Zukunft – ein Appell von Klaus Kofler

Das Interview zeigt, wie Zukunftskompetenz entsteht, durch Bildung, die Horizonte öffnet, durch RĂ€ume, die zum Perspektivwechsel einladen, durch Haltung, die Verantwortung ĂŒbernimmt. Nur so können wir uns in unruhigen Zeiten orientieren durch Klarheit, Sinn und Zukunftsmut.

Koflers Botschaft ist ein Appell. Wir brauchen keine Vorhersage, sondern eine Zukunft, die wir selbst möglich machen. Zukunft beginnt dort, wo Menschen Chancen aktiv suchen, ZukĂŒnftiges gestalten und das Undenkbare denkbar machen.

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Zukunftsblick

Interview Magazin Oekostrom – Die Kraft der Zukunft

Im Interview mit oekostrom AG zeigt Zukunftsforscher Klaus Kofler, dass Zukunft nicht vorhersehbar ist, sondern durch Verantwortung und Gestaltungskraft entsteht. In Zeiten, in denen multiple UmbrĂŒche wie Klimakrise, digitale Transformation und geopolitische Spannungen unsere Unsicherheiten schĂŒren, fordert Kofler ein neues Denken, das ĂŒber prognostische Sicherheit hinausgeht.

VerÀnderung

Wenn man nun wirklich das große Ganze betrachtet, kann man sagen: Es wird eine gewisse Entwicklung der Akzeptanz geben. Das klingt jetzt vielleicht banal, aber derzeit leben wir in einer Art Verlustdenken, dass es die Welt so, wie wir sie kennen, nicht mehr geben wird. Wir befinden uns auf der Schwelle zu einer neuen Ära und viele Menschen hoffen noch darauf, dass die Welt so bleibt, wie wir sie kennen. Diese Menschen werden akzeptieren mĂŒssen, dass sich die Welt grundlegend verĂ€ndert.

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Zukunftsblick

Interview Kneipp – Es wird ein Jahr der Akzeptanz

Wir befinden uns auf der Schwelle zu einer neuen Ära und viele Menschen hoffen noch darauf, dass die Welt so bleibt, wie wir sie kennen. Diese Menschen werden akzeptieren mĂŒssen, dass sich die Welt grundlegend verĂ€ndert…

Der Weg des Fortschritts

Als vor gut einem Jahrhundert große VerĂ€nderungen auf unserem Planeten ihren Lauf nahmen, war das auch zugleich die Zeit, als Organisationen wie die Caritas zu ihren „Zukunftsreisen“ aufbrachen. Es war eine Epoche in der Geschichte der Menschheit, die die Menschen voller Erwartungen und faszinierendem Staunen, aber auch mit großen Unsicherheiten, Ängsten und Sorgen in die Zukunft blicken ließ. Denn trotz pfeifendem Dampf, dreckiger Kohle, aufstrebender Fabrikhallen und aufkommender Euphorie eines beginnenden Industriezeitalters spĂŒrten die Menschen auch, wie instabil und zerrissen sich die Welt um sie herum entwickelte. Was folgte, waren harte Jahre des Verzichtes, Ungewissheit und der Sinnlosigkeit von Kriegen. Aber waren es nicht schon immer die dĂŒsteren Zeiten, die die Menschheit dazu motivierte, dieser Welt ein neues „Gesicht“ zu verleihen? Menschen, die durch Engagement, SolidaritĂ€t und NĂ€chstenliebe wieder Licht ins Dunkel zauberten. Nein, nicht durch die großen sichtbaren Dinge, sondern durch die sozialen VerĂ€nderungen, die den Menschen wieder Mut machten.

Was bedeutet ein gutes Leben fĂŒr alle?

Irgendwann war der Weg des Fortschritts geebnet. Ein Rausch der VerĂ€nderung fegte ĂŒber die Welt und Technologie mutierte zu einer Art Glaubensgrundsatz fĂŒr Fortschritt. ElektrizitĂ€t und Telekommunikation wie Radio und Fernseher begannen, die Welt zu verbinden. Der Traum vom Fliegen eröffnete neue Horizonte und Ziele. ErnteertrĂ€ge wuchsen in den Himmel und das Modell Demokratie fand immer mehr VerbĂŒndete. Es war eine Zeit des Aufbruchs, eine Ära, in der Maschinen zum Wachstums- und Wohlstandstreiber der Menschheit wurden. Aber gleichzeitig spĂŒrte man erste Sorge, dass all diese technologischen Innovationen und Entwicklungen nicht ohne soziale, ökonomische und ökologische Verluste einhergehen wĂŒrden…

Link zum gesamten Artikel der Caritas Steiermark

Zukunftsblick

Artikel Caritas Steiermark – Ein gutes Leben fĂŒr alle…

In den letzten 100 Jahren hat sich die Welt stark weiterentwickelt, die Nöte und Sorgen der Menschen sind andere geworden. Eines aber ist stets gleich geblieben: Unser Glaube an ein gerechtes, vorurteilfreies und friedvolles Miteinander. Ein Ausblick auf die…

Zukunft, Politik und Verantwortung – Klaus Kofler im Podcast

Im Podcast von servant politics spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber die politischen Herausforderungen unserer Zeit und die Frage, wie wir die Zukunft gemeinsam gestalten können. Politik darf nicht lĂ€nger auf alten Denkmustern beharren, sondern muss mutig neue RĂ€ume eröffnen, in denen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger Verantwortung ĂŒbernehmen können. Demokratie, so Klaus Kofler, lebt nicht nur von Rechten, sondern auch von Pflichten und von der FĂ€higkeit, Vielfalt als StĂ€rke zu begreifen.

Besonders betont er die Notwendigkeit einer umfassenden politischen Bildung. Diese sieht er als zentrale Kernherausforderung des 21. Jahrhunderts. Ohne ein besseres VerstĂ€ndnis demokratischer Prozesse und ohne soziale Kompetenzen werde es schwierig sein, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern. Deshalb plĂ€diert er dafĂŒr, Bildung von klein auf neu zu denken. Weg von rein faktenorientiertem Wissen, hin zu einem Lernen, das Verantwortung, Mitgestaltung und Empathie fördert.

Warum wir neue Demokratie-Impulse brauchen

Ein zentraler Punkt des GesprĂ€chs ist die Frage, wie wir Demokratie wieder mit Leben fĂŒllen können. Der österreichische Zukunftsforscher schlĂ€gt vor, neue Beteiligungsformate wie BĂŒrgerrĂ€te oder Zukunftskomitees zu schaffen, die echte Mitbestimmung ermöglichen. Politik mĂŒsse wieder Vertrauen schaffen, Zuversicht stiften und den Menschen das GefĂŒhl geben, Teil eines gemeinsamen Projekts zu sein.

Das GesprÀch zeigt eindrucksvoll, dass Zukunftsforschung nicht nur abstrakte Szenarien entwirft, sondern konkrete Antworten auf aktuelle Herausforderungen bietet. Klaus Kofler macht Mut, die Zukunft nicht passiv zu erwarten, sondern aktiv und gemeinschaftlich zu gestalten.

https://open.spotify.com/episode/6X2UGeD8yATQ0N5DQY9Tk8

Zukunftsblick

Podcast Servant Politics – Politik und Zukunft

Im Podcast von servant politics spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber Demokratie, Verantwortung und die Herausforderungen der Politik von morgen. Er betont die Bedeutung politischer Bildung als Kernaufgabe unserer Zeit. Politik mĂŒsse mehr Zukunftswissen integrieren und BĂŒrgerinnen aktiv beteiligen. Nur so lasse sich Vertrauen zurĂŒckgewinnen und Zuversicht schaffen. Ein inspirierendes GesprĂ€ch ĂŒber neue Demokratie-Impulse und die gemeinsame Gestaltung unserer Zukunft.

Die Generation Z sieht nicht ohne Sorgenfalten in die Zukunft

Die Generation Z ist mit einem mulmigen GefĂŒhl ins Leben gestartet, vielfach geprĂ€gt durch Klimakrise, geopolitische Spannungen und gesellschaftliche Unruhen. Im Artikel „Generation Z(ukunftsangst)“ der Wiener Zeitung beschreibt die Studentin Theresa beispielhaft ihr Empfinden. Sicherheit findet sie zunehmend brĂŒchig, die Zukunft wirkt diffus, oft genug aus Angst. Das Bild einer stolpernden Generation entsteht, die zwar hoffnungsvoll, aber zugleich betroffen auf die Herausforderung Zukunft blickt.

Im Interview mit der Wiener Zeitung spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber ein Thema, das besonders die junge Generation beschĂ€ftigt, die wachsende Angst vor der Zukunft. Die Generation Z, aufgewachsen in einer Zeit multipler Krisen, erlebt Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und die Sorge, dass es ihr schlechter gehen könnte als den Generationen davor. Kofler macht deutlich, dass diese Ängste ernst zu nehmen sind, sie dĂŒrfen jedoch nicht zum Stillstand fĂŒhren, sondern mĂŒssen Ausgangspunkt fĂŒr neue HandlungsrĂ€ume werden.

Bildung, Kommunikation und neue Perspektiven fĂŒr junge Menschen

FĂŒr die Generation Z bedeutet das weniger Fokus auf Angst und Ohnmacht, und mehr Mut zur Mitgestaltung. Angst sei ein Warnsignal, sagt Klaus Kofler, aber kein konstruktiver Motor. Besonders betont er die Rolle von Bildung und Kommunikation. Junge Menschen mĂŒssten lernen, mit Unsicherheiten umzugehen, komplexe ZusammenhĂ€nge zu verstehen und eigene Zukunftsbilder zu entwickeln. Hier sieht Kofler die große Aufgabe der Gesellschaft, RĂ€ume zu schaffen, in denen Hoffnung, KreativitĂ€t und Vertrauen wachsen können. Nur so könne Zukunft als Chance und nicht als Bedrohung erlebt werden.

Im Interview wird deutlich, dass die Frage nach der Zukunft eng mit unserem Menschenbild verknĂŒpft ist. Klaus Kofler plĂ€diert fĂŒr ein Denken, das den Menschen nicht lĂ€nger als Störfaktor, sondern als Teil der Lösung begreift. Resilienz, Empathie und ein regeneratives Zukunftsdesign sind fĂŒr ihn entscheidend, um mit Unsicherheiten produktiv umzugehen.

Der Artikel mahnt dazu, dringend Jugendanliegen sichtbar zu machen, z. B. durch politische Teilhabe, Stimme im System, sicht- und fĂŒhlbares Mitgestalten. Nur so entsteht wieder Vertrauen, Mut und Hoffnung auf eine gestaltbare Zukunft.

zum Artikel der Wiener Zeitung

Zukunftsblick

Artikel Wiener Zeitung – Generation Z und die Angst vor der Zukunft

Im Interview mit der Wiener Zeitung spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber die wachsende Zukunftsangst der Generation Z. Studien zeigen, dass viele davon ausgehen, es werde ihnen schlechter gehen als ihren Eltern. Kofler betont im GesprĂ€ch, dass Angst allein kein Handlungsmotor ist. Zukunft entstehe nicht durch Prognosen, sondern durch Haltung, Mitgestaltung und kollektive Verantwortung…

Podcast mit Klaus Kofler – Zukunft bedeutet neue Lösungen zu finden

Zukunft bedeutet, neue Lösungen zu finden. Unter diesem Leitgedanken spricht der Zukunftsforscher Klaus Kofler im Podcast Netz Impulse der Wiener Netze ĂŒber die Herausforderungen und Chancen einer komplexen Welt. Zukunftsforschung ist fĂŒr ihn kein Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten, sondern die Einladung, Verantwortung zu ĂŒbernehmen und aktiv zu gestalten. Dabei geht es um Netzwerke, Beziehungen und die FĂ€higkeit, kreative Lösungen zu entwickeln.

ErgĂ€nzend zum Podcast hielt Klaus Kofler darĂŒber beim 10-Jahre-JubilĂ€um der Wiener Netze GmbH eine Keynote im Technischen Museum in Wien.

Impact-Netzwerke als Motor fĂŒr VerĂ€nderung

Im GesprĂ€ch betont Kofler die Bedeutung von Impact-Netzwerken, die Menschen, Unternehmen und Organisationen verbinden, um gemeinsam VerĂ€nderungen möglich zu machen. Solche Netzwerke sind mehr als technische Strukturen, sie sind ResonanzrĂ€ume, in denen Kooperation, Innovation und Vertrauen entstehen. Ob lokale Gemeinschaften oder globale Initiativen, ĂŒberall dort, wo Wissen geteilt, Ressourcen optimiert und neue Ideen ausprobiert werden, wĂ€chst Zukunftskompetenz.

Technologie und Verantwortung neu denken

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von kĂŒnstlicher Intelligenz. Systeme wie ChatGPT zeigen, wie schnell neue Technologien unser Denken und Handeln verĂ€ndern. FĂŒr Klaus Kofler sind sie Ausdruck einer beschleunigten Entwicklung, die nicht nur technische Fragen aufwirft, sondern auch ethische und gesellschaftliche Dimensionen berĂŒhrt. Zukunftsforschung bedeutet hier, die Beziehungen zwischen Menschen, Maschine und Gesellschaft neu zu betrachten, nicht um Angst zu verbreiten, sondern um GestaltungsrĂ€ume zu öffnen. Ebenso wichtig ist fĂŒr Kofler der Blick auf die Energiewende. Nachhaltigkeit allein reicht lĂ€ngst nicht mehr, es braucht ein radikales Umdenken in unserem VerstĂ€ndnis von Wohlstand, Wachstum und Konsum. Lösungen können nur entstehen, wenn wir den Mut haben, alte Muster zu hinterfragen und neue Wege einzuschlagen. Zukunft ist kein Verzicht, sondern die Suche nach besseren Antworten.

Zukunft als Chance

Sein Appell lautet, wir brauchen eine Haltung des Zukunftsrealismus, realistisch im Blick auf die Herausforderungen, optimistisch im Vertrauen auf unsere FĂ€higkeit, Neues zu schaffen. Nur so wird Zukunft nicht zur Bedrohung, sondern zu einem Feld voller Chancen, in dem KreativitĂ€t, Zusammenarbeit und Mut zu tragfĂ€higen Lösungen fĂŒhren.

Link zum Podcast

Zukunftsblick

Podcast Wiener Netze – Zukunft bedeutet neue Lösungen zu finden

Unter diesem Leitgedanken spricht der Zukunftsforscher Klaus Kofler im Podcast Netz Impulse der Wiener Netze ĂŒber die Herausforderungen und Chancen einer komplexen Welt. Zukunftsforschung ist fĂŒr ihn kein Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten, sondern die Einladung, Verantwortung zu ĂŒbernehmen und aktiv zu gestalten. Dabei geht es um Netzwerke, Beziehungen und die FĂ€higkeit, kreative Lösungen zu entwickeln.

ErgÀnzend zum Podcast hielt Klaus Kofler beim 10-Jahre-JubilÀum der Wiener Netze GmbH eine Keynote im Technischen Museum in Wien, in der er diese Themen anschaulich aufzeigte.

Resilienz und Zukunftsgestaltung – ein GesprĂ€ch mit dem Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber Lösungen fĂŒr morgen

In dieser Folge des „Furche Feature“ Podcasts spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber die zentralen Werkzeuge, die wir benötigen, um eine gute Zukunft zu gestalten…Resilienz, Empathie und die Bereitschaft, alte Muster zu hinterfragen.

Kofler betont, dass wir Krisen nicht mehr allein durch „WachrĂŒtteln“ bewĂ€ltigen können. Entscheidend ist, endlich ins Handeln zu kommen und den Mut zu finden, starre Strukturen zu verlassen. Probleme, so der Zukunftsforscher Klaus Kofler, sind nicht eine Bedrohung, sondern sind Chancen, sie fordern uns auf, kreativ zu werden, neue Lösungen zu entwickeln und in eine echte Zukunftsarbeit einzutreten. DafĂŒr braucht es ein „Future Mindset“, das RationalitĂ€t und EmotionalitĂ€t verbindet und Zukunft nicht nur denkt, sondern aktiv gestaltet.

Was bedeutet Resilienz fĂŒr die Zukunft?

Resilienz bedeutet fĂŒr Klaus Kofler keine passive Widerstandskraft, sondern eine aktive FĂ€higkeit, sich stĂ€ndig neu anzupassen und somit als Gesellschaft widerstandsfĂ€higer zu werden. Dazu gehört auch, dass wir Empathie als Grundvoraussetzung begreifen, gerade in Zeiten, in denen Ungleichheit und Unsicherheit wachsen.

Zukunft beginnt jetzt

Das GesprĂ€ch zeigt eindrucksvoll, dass Zukunft nicht morgen beginnt, sondern bereits hier und heute. Wenn wir lernen, Neugier statt Angst als Triebkraft zu nutzen, können wir aus Krisen Chancen machen. Der österreichische Zukunftsforscher plĂ€diert fĂŒr eine „intellektuelle Revolution“, die uns wegfĂŒhrt von reiner Effizienzlogik und Wachstumsgier hin zu einer resilienten, empathischen und zukunftsfĂ€higen Gesellschaft. Zukunft ist kein ferner Traum, sondern entsteht durch unser Handeln in der Gegenwart. Wer bereit ist, alte Muster zu hinterfragen und neue Wege zu gehen, kann den Wandel aktiv gestalten. Das GesprĂ€ch macht deutlich, dass wir an einem Wendepunkt stehen. Wenn wir lernen, mit Neugier, statt Angst auf die Zukunft zu schauen, können wir unser Denken und Handeln neu ausrichten, hin zu einer resilienten, empathischen und zukunftsfĂ€higen Gesellschaft.

Wer erfahren möchte, wie wir mit Resilienz, Zukunftskompetenz und Gestaltungskraft eine lebenswerte Welt schaffen können, findet in diesem Podcast-Interview mit Klaus Kofler wertvolle Impulse und konkrete DenkanstĂ¶ĂŸe.

Zum Podcast…

Zukunftsblick

Podcast FURCHE – Resilienz kommt nicht ĂŒber Nacht

FURCHE-Redakteurin Manuela Tomic sprach mit dem Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber die richtigen Werkzeuge fĂŒr eine gute Gesellschaft. Denn, so Kofler, unsere Welt verĂ€ndert sich derzeit so schnell, dass wir eben nicht auf die Erfahrungen der Vergangenheit bauen können. Sie entwickelt sich nicht mehr linear. Sie kann morgen schon ganz anders sein als heute…Wer erfahren möchte, wie wir mit Resilienz, Zukunftskompetenz und Gestaltungskraft eine lebenswerte Welt schaffen können, findet in diesem Podcast-Interview mit Klaus Kofler wertvolle Impulse und konkrete DenkanstĂ¶ĂŸe.

Stadt Land Kultur – Urbane Visionen in Zeiten des Umbruchs

Im Future Talk „Stadt Land Kultur – Urbane Visionen in Zeiten des Umbruchs“ diskutierte Zukunftsforscher Klaus Kofler mit Dr. Verena Konrad, Direktorin des vai Vorarlberger Architektur Institut, in der Stadtbibliothek Dornbirn ĂŒber die Rolle von StĂ€dten und Regionen in Zeiten großer VerĂ€nderungen. Sie fragen, wie Kultur öffentliche RĂ€ume mit Leben fĂŒllen und neue Entwicklungs-möglichkeiten schaffen kann. Die Diskussion zeigt, dass Vielfalt die DNA unserer StĂ€dte ist und Kultur der SchlĂŒssel fĂŒr ein respektvolles Miteinander.

HERAUSFORDERUNG

Unsere StÀdte und lÀndlichen RÀume stehen an einem entscheidenden Wendepunkt. Krisen fordern uns heraus und brauchen mutige urbane Visionen! Die DNA unserer Stadt- und DorfrÀume ist DiversitÀt. Aber wie nutzen wir öffentliche RÀume, um eine Zukunft zu schaffen, die Vielfalt lebt und Menschen neue Entwicklungsmöglichkeiten bietet?

ANTWORTEN

Die Antwort liegt in der Kultur. Sie ist der SchlĂŒssel, der RĂ€ume mit Leben fĂŒllt, Beziehungen und Gemeinschaften formt und das Fundament fĂŒr ein respektvolles Miteinander legt.

ZUKUNFT

Stillstand ist keine Option – wenn wir unsere Zukunft gestalten wollen, gilt es heute dafĂŒr Verantwortung zu  ĂŒbernehmen. Unsere StĂ€dte und Regionen sind tatsĂ€chlich das Fundament fĂŒr ein neues, lebendiges Miteinander. Die Wahl liegt bei uns –  Wandel oder RĂŒckschritt? Kultur ist das, was wir Menschen daraus machen.

https://open.spotify.com/episode/1dPDZOUNOkc9mp1aElf2ua

 

 

Zukunftsblick

Future Talk „Stadt Land Kultur“ mit Dr. Verena Konrad

Im Future Talk „Stadt Land Kultur – Urbane Visionen in Zeiten des Umbruchs“ diskutierte Zukunftsforscher Klaus Kofler mit Dr. Verena Konrad, Direktorin des vai Vorarlberger Architektur Institut, ĂŒber die Rolle von StĂ€dten und Regionen in Zeiten großer VerĂ€nderungen. Sie fragen, wie Kultur öffentliche RĂ€ume mit Leben fĂŒllen und neue Entwicklungsmöglichkeiten schaffen kann. Die Diskussion zeigt, dass Vielfalt die DNA unserer StĂ€dte ist und Kultur der SchlĂŒssel fĂŒr ein respektvolles Miteinander.

Betrachtungsweisen von Zukunft

Jeder, der sich intensiver mit der Zukunft auseinandersetzt, begibt sich fast automatisch auf interdisziplinÀres Terrain. Was auch nicht sonderlich verwunderlich ist, weil die Zukunft an sich niemals nur eine ganz bestimmte und damit einzelne Perspektive aufzeigt oder widerspiegelt. Bezogen auf die Erforschung der Zukunft bedeutet das demnach nicht mit nur einer Ausformung von Zukunft, sondern man muss sich parallel immer mit mehreren und unterschiedlichen Betrachtungsweisen auseinandersetzen.

Wenn also ein Zukunftsforscher von der Zukunft spricht, dann handelt es sich dabei sowohl um eine mögliche, wahrscheinliche als auch einer gewĂŒnschten Betrachtung von „ZukĂŒnften“. Was dabei immer noch hinzukommen muss, ist die Einbeziehung der Vergangenheit und der Gegenwart. Und gleichzeitig zeichnet aber jeden glaubwĂŒrdigen Zukunftsforscher auch Nicht-Wissen aus. Das heißt trotz aller unterschiedlichen Betrachtungsweisen von zukĂŒnftigen Szenarien lĂ€sst sich das ZukĂŒnftige prinzipiell niemals vollstĂ€ndig bestimmen und schon gar nicht punktgenau vorhersagen.

Zukunftsszenarien

Die Kunst unterschiedlichen Zukunftsszenarien zu entwickeln, basiert niemals auf der Inanspruchnahme einzelner wissenschaftlicher Disziplinen. Denn die der Moderne zugrundeliegende KomplexitĂ€t und ihre AbhĂ€ngigkeit zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Feldern sind fĂŒr mögliche Szenarien von grundlegender Bedeutung. Die Zukunftsforschung arbeitet deshalb ausschließlich inter- und multidisziplinĂ€r. Sie bezieht sich dabei auf Erkenntnisse und WissensstĂ€nde unterschiedlicher Fachrichtungen und Praxisbereiche einzelner Forschungsgebiete. Die aus einer Zukunfts(er)forschung abgeleiteten Ergebnisse dienen in erster Linie unserer Gesellschaft und Wirtschaft, aber gleichzeitig dienen sie auch der Politik als wichtige Orientierungshilfen und auch als mögliche Handlungsempfehlungen.

Obwohl sich die Zukunftsforschung mittlerweile in LĂ€ndern wie USA zum festen Bestandteil der Wissenschaft etabliert hat, herrscht in Deutschland immer noch ein eher zwiespĂ€ltiges VerhĂ€ltnis zu dieser Wissenschaft. WĂ€hrend sich andernorts vergleichsweise viele Wissenschaftler um die Zukunft Gedanken machen, kann man in Deutschland den Eindruck gewinnen, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit mehr Gewicht hat.. Der Umstand, dass es mehr als 3000 wissenschaftliche Einrichtungen gibt, die sich mit der Vergangenheit beschĂ€ftigen, belegt dies sehr eindrucksvoll. DemgegenĂŒber stehen in Deutschland gerade einmal magere acht bis zehn Institute, die sich wissenschaftlich mit der Zukunft beschĂ€ftigen.

Diese unterschiedliche Gewichtung beruht meines Erachtens auf mehreren grundlegenden MissstĂ€nden, auf die ich im Folgenden etwas genauer eingehen werde. Betrachtet man den Wissenschaftsbetrieb in Deutschland, so lĂ€sst sich leicht erkennen, dass es inzwischen eine Vielzahl von „WissenschaftsdomĂ€nen“ gibt, die sich jeweils untereinander klar abzugrenzen versuchen, manchmal mit erheblichem Aufwand. Und in dem Maße wie sie sich mĂŒhen sich abzugrenzen, existiert auch eine disziplinĂ€re Trennung auf ihren unterschiedlichen Arbeitsgebieten. Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass sich diese einzelnen Wissenschaften nicht auch mit zukĂŒnftigen Entwicklungen auseinander setzen. Was allerdings fehlt, ist eine Art Schnittstelle im Sinne einer Art wissenschaftlicherer Verbindungsdisziplin.

Wenn man sich tiefgreifendere Gedanken ĂŒber die Zukunft als Ganzes macht, dann ist eine solche Gesamtbetrachtung praktisch unumgĂ€nglich. Denn wenn wir beispielsweise ĂŒber sich verĂ€ndernde Arbeitsmodelle der Zukunft sprechen, kann dies nur ĂŒber die Einzelbetrachtung unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen in einem Gesamtkontext visualisiert und veranschaulicht werden. Seien es dabei demografische, unterschiedlich wirtschaftliche aber auch soziologische oder politische Aspekte, um nur einige aufzuzeigen. Die ZusammenfĂŒhrung der dafĂŒr zugrundeliegenden einzelnen Informationen zu einem gesamthaften Zukunftsbild ist fĂŒr mögliche Handlungsstrategien ein unabdingbares Muss.

Damit sind wir auch schon beim nĂ€chsten Problem. Eines, das bereits sehr frĂŒh in unsere geistige Entwicklung injiziert wird. Es handelt sich dabei um ein grundsĂ€tzliches Problem in unserem Bildungssystem. Die dabei grĂ¶ĂŸtenteils angewendeten disziplinĂ€ren AnsĂ€tze sorgen bereits in einem sehr frĂŒhen Stadium dafĂŒr, uns glauben zu lassen, dass disziplinĂ€res Fachwissen mit Bildung gleichzusetzen ist. Wir vermitteln dabei an unseren BildungsstĂ€tten Wissen, das meist vorherrschende Meinungen und deren „aktuellen Wahrheiten“ widerspiegelt. Frei nach dem Motto „halte dich an das, was ich Dir sage, und alles wird gut“. Die Frage des Ursprungs nach solchen vorherrschenden Meinungen und aktuellen Wahrheiten bleibt dabei aber meist unbegrĂŒndet.

Die grĂ¶ĂŸte, weil folgenschwere Problematik ist dabei jedoch, dass wir unserer zukĂŒnftigen Generation zum einem die Neugierde entziehen und zum anderen die FĂ€higkeit zum vernetzten Denken aberziehen. Kindliche Neugier und die FĂ€higkeit zu vernetzen sind die beiden wesentlichen Elemente, wenn es darum geht, sowohl soziale als auch kulturelle Kompetenz zu entwickeln, wie die moderen Hirnforschung eindrucksvoll belegt. Das gegenwĂ€rtige Bildungssystem leitet unsere Kinder förmlich auf Autobahnen mit Ă€ußerst engen Leitplanken. Wir erziehen unseren Nachwuchs förmlich dazu, ihre Problemstellungen entweder mit althergebrachtem Wissen zu lösen oder aber diese eben einfach ignorieren. Zukunft ĂŒber solche AnsĂ€tze zu gestalten, wird zukĂŒnftig aber immer öfters ein gefĂ€hrliches Unterfangen darstellen. Denn heute haben wir es, bezogen auf unsere Vergangenheit, mit ganz anderen Verschiebungen und Herausforderungen zu tun.

ZukĂŒnftig wird es nicht mehr nur darum gehen, ein Problem mit alten Erfahrungen aus einem Bereich zu lösen, sondern einer immer höher werdenden KomplexitĂ€t gilt es multidisziplinĂ€r, offen und damit auch kreativ entgegenzutreten. Wir mĂŒssen begreifen, dass wir Lösungen fĂŒr Probleme entwickeln mĂŒssen, deren Auswirkungen wir heute nicht vollstĂ€ndig absehen können, der Folgen wir bisweilen noch nicht einmal erahnen. Dabei ausschließlich auf altes Denken zurĂŒckzugreifen, wird uns nicht wirklich ans Ziel fĂŒhren. Was wir brauchen ist vielmehr ein neues Denken, das sich auch in neuen Strukturen entwickeln und entfalten kann. Wenn wir wirklich durch unser Denken und Handeln diese Welt verĂ€ndern wollen, dann sollten wir uns nach meiner EinschĂ€tzung anstelle des Paukens von Daten und Fakten, also fixierten Inhalten, mehr auf neue, vielleicht dynamischere und zeitgerechtere Rahmenbedingungen konzentrieren. Wir benötigen dringend Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, ein grundlegend neues ZukunftsverstĂ€ndnis zu entwickeln. Der entstandene Tunnelblick des Menschen ist hierfĂŒr nicht hilfreich, sondern Bildung muss Menschen wieder neugierig und offen fĂŒr die Zukunft machen.

Warum ich das sage, hat einen ganz bestimmten Grund. Denn neugierige Menschen schalten ihr „AktivitĂ€tsradar“ nicht nur an, sondern sie sind auch empfangsbereit fĂŒr Neues, sie haben eine bessere Wahrnehmung. Das ist ganz wichtig, da durch diesen Mechanismus auch die notwendige Offenheit fĂŒr etwas Neues entwickelt werden kann. Erst ĂŒber diesen Schritt kann in der Folge dann so etwas wie eine andere Sichtweise erzeugt werden. Und nur neue Sichtweisen fĂŒhren letztlich dazu, auch eine andere Haltung einzunehmen. Erst wenn dieser Weg individuell durchlaufen wird, kann schließlich am Ende etwas entstehen, das wir als BewusstseinsverĂ€nderung bezeichnen könnten.

Zukunftsgestalter

Genaugenommen sind wir alle Zukunftsgestalter. Der eine mehr, der andere weniger. Denn sowohl der einzelne Zukunftsgestalter als auch der Zukunftsforscher orientiert sich an wichtigen Themen und Herausforderungen seiner persönlichen wie der gesellschaftlichen Zukunft. Um das aber erfolgreich bewerkstelligen zu können, sollten wir uns bewusst sein, dass wir mehrere Fronten Überdenken sollten. Eine davon wird sein, dass wir lernen sollten, uns mit mehreren ZusammenhĂ€ngen sowie deren unterschiedlichen Wechselwirkungen auseinander zu setzen. Wir mĂŒssen aber ebenso erkennen, dass unsere Systeme auch weiterhin an KomplexitĂ€t zunehmen werden. Diese Tatsache bedeutet allerdings, dass wir uns zunehmend mit der Funktionsweise von komplexen Systemen auseinandersetzen sollten; das sollte Bestandteil von Lernen sein. Die dafĂŒr notwendigen und wichtigen Antworten zu finden, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in den uns bekannten BildungsrĂ€umen, geschweige denn mit den uns anerzogenen Denkmustern herbeifĂŒhren lassen.

Wir benötigen neue Prozesse des Verstehens, aber auch neue Herangehensweisen an Probleme. Dabei wird es aus meiner Sicht unumgĂ€nglich sein, unser Denken in fixierten Disziplinen kritisch zu hinterfragen. Jeder, der sich um den Zustand dieser Welt ernsthafte Gedanken macht, kann dabei recht schnell erkennen, wie wichtig es ist, Wechselbeziehungen zu verstehen. Nur dadurch wird es uns möglich, den Zustand eines Systems aus einer Art ĂŒbergeordneten Perspektive zu erfassen. Klar, Übersicht alleine löst uns die Probleme noch nicht, aber wir können uns damit ein Gesamtbild verschaffen, dass uns vielleicht ein erstes Mal erahnen lĂ€sst, welche Möglichkeiten und Chancen in völlig neuen Konzepten und Modellen bereits vor uns liegen.

© Klaus Kofler

Zukunftsblick

InterdisziplinÀre Zukunft

Zukunftsforschung verlangt interdisziplinĂ€res Denken, schreibt Klaus Kofler im Beitrag „InterdisziplinĂ€re Zukunft“. Zukunft ist niemals eindimensional. Sie umfasst mögliche, wahrscheinliche und gewĂŒnschte Bilder, die Vergangenheit und Gegenwart ebenso einschließen wie unsere Unsicherheiten. Kein Szenario lĂ€sst sich allein aus einer Disziplin heraus entwickeln; vielmehr braucht es gemeinsam vernetzte Erkenntnisse aus Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft und Politik. GlaubwĂŒrdige Zukunftsbilder erkennen die Grenzen des Wissens an und öffnen Raum fĂŒr vielfĂ€ltige Perspektiven. Zukunft entsteht also nicht linear, sondern im Zusammenspiel vieler Fachrichtungen, Einsichten und Haltungen.

Zukunft Verbundenheit

Ein Essay von Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber die Frage, wie wir Zukunft neu denken können. Nicht Prognosen, sondern Verbundenheit und Verantwortung entscheiden darĂŒber, wie wir den Wandel gestalten. Der österreichische Zukunftsforscher zeigt, warum Festhalten am Alten uns bremst und warum Zukunftsdenken mehr sein muss als RisikoabwĂ€gung.

Zukunft entsteht dort, wo Neues und Bekanntes intelligent verbunden werden. Ein PlĂ€doyer fĂŒr eine Gesellschaft, die Sinn und Verbundenheit ins Zentrum stellt.

Zum Artikel von Klaus Kofler

Zukunftsblick

Verbundenheit schafft Zukunft – Ein Essay von Klaus Kofler

Ein Essay von Zukunftsforscher Klaus Kofler ĂŒber die Frage, wie wir Zukunft neu denken können.
Nicht Prognosen, sondern Verbundenheit und Verantwortung entscheiden darĂŒber, wie wir den Wandel gestalten. Ein PlĂ€doyer fĂŒr eine Gesellschaft, die Sinn und Verbundenheit ins Zentrum stellt.

Zukunft Wohnen

Wie soll unser Zuhause aussehen? Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Die Anforderungen an moderner Raumkonzepte sind im steten Wandel. KĂŒche sowie Ess-, Wohn- und Arbeitsbereiche wachsen immer mehr zusammen….

Dynamischer Wohnraum

Link zum Film von Julius Blum GmbH

Zukunftsblick

Film Blum GmbH – Die perfekte Wand

Wie soll unser Zuhause aussehen? Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Die Anforderungen an moderner Raumkonzepte sind im steten Wandel. KĂŒche sowie Ess-, Wohn- und Arbeitsbereiche wachsen immer mehr zusammen….

Zukunft mutig begegnen – Klaus Kofler im Kurier-Interview ĂŒber Krisen als Chance

Im Kurier-Interview „Wir mĂŒssen der Zukunft mutiger begegnen“ stellt Zukunftsforscher Klaus Kofler die Herausforderung ins Zentrum, wie wir angesichts globaler Krisen unseren Blick fĂŒr Chancen öffnen können. Er warnt davor, nach Corona von KrisenmĂŒdigkeit gelĂ€hmt zu bleiben, der Krieg in der Ukraine, Energiekrise und klimapolitische Krisen bleiben uns erhalten.

Warum wir weiterhin mit Konflikten rechnen mĂŒssen

Er betont, dass wir uns auf weitere Konflikte einstellen mĂŒssen, verursacht durch gesellschaftliches Aufbegehren, Ressourcenknappheit und die Machtfrage auf globalen MĂ€rkten, etwa bei der Lieferung von E-Autos. Fehlende Planbarkeit macht uns verletzlicher, gleichzeitig aber auch flexibler. Ein wichtiges Lernfeld sieht Kofler in der Politik. Vertrauen darf nicht durch Korruptionsskandale gefĂ€hrdet werden, auch wenn solche AffĂ€ren historisch wiederkehrend sind.

Statt auf sichere Antworten zu warten, mĂŒssen wir mutig handeln. Die Zukunft sei kein Faktor, sondern ein Möglichkeitsraum, der durch Haltung, Verantwortung und gemeinsames Handeln entsteht. Kofler fordert, die Zukunft proaktiv zu gestalten, in Wirtschaft, Politik und dem Umgang mit Krisen. Er mahnt zur DemokratiestĂ€rkung, Energieoffensive und nachhaltiger Umkehr, auch ohne einfache Rezepte. Entscheidend sei der Mut, neue Wege zu denken, nicht im Modus des Erhaltens zu verharren.

Das mutige Agora-Modell, bei dem sich BĂŒrger*innen beteiligen und Verantwortung ĂŒbernehmen, wĂ€re letztlich zukunftsfĂ€higer als technokratische Reaktionen. FĂŒr Kofler bedeutet nachhaltiger Wandel, in der Krise nicht aufzugeben, sondern Zukunft mitzugestalten indem wir den alten Denkrahmen sprengen und neue Perspektiven entwickeln.

Link zum Artikel im Kurier

Zukunftsblick

Interview Kurier – Wir sollten der Zukunft mutiger begegnen

Im Kurier-Interview unterstreicht Zukunftsforscher Klaus Kofler, dass wir der Zukunft mutiger begegnen mĂŒssen trotz Krisen wie Krieg, Energieproblematik oder Klimawandel. FĂŒr ihn sind diese Konflikte keine UntergĂ€nge, sondern Chancen fĂŒr gesellschaftliche Orientierung. Vertrauen in Politik darf nicht durch Korruptionsskandale zerstört werden, stabile Institutionen sind essenziell. Mut macht Zukunft…und diesen gestalten wir selbst.

Zukunft neu denken – Essay von Klaus Kofler

In seinem im „Report“ erschienenen Essay beschreibt Zukunftsforscher Klaus Kofler, warum wir Zukunft nicht mehr als lineare VerlĂ€ngerung der Gegenwart verstehen dĂŒrfen. RĂŒckblickend sehen wir Fortschritt und StabilitĂ€t, doch beim Blick nach vorne dominieren Unsicherheit, Angst und Orientierungslosigkeit. Klaus Kofler zeigt auf, dass wir uns von alten GlaubenssĂ€tzen lösen mĂŒssen, um Zukunft als offenen Möglichkeitsraum zu begreifen.

Zukunftsempathie, Resilienz und Zukunftsoptimismus

Kofler plĂ€diert fĂŒr ein neues Menschenbild; Zukunftsgestaltung braucht Empathie, Verantwortung und die FĂ€higkeit, Wandel nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu begreifen. Er spricht von Zukunftsempathie, die das Ganze anstatt nur persönliche Befindlichkeiten sieht, von Zukunftsresilienz, die uns anpassungsfĂ€hig macht, und von einem Zukunftsoptimismus, der uns neue Geschichten fĂŒr das Morgen schreiben lĂ€sst. Krisen sind dabei kein Stillstand, sondern Katalysatoren fĂŒr Transformation. Zukunft bedeutet, gemeinsam mit Mut, Verbundenheit und einem klaren Sinn fĂŒr Verantwortung neue Wege zu gehen.

Zum Essay

Zukunftsblick

Essay von Klaus Kofler – Zukunft als Anlass

In seinem im „Report“ erschienenen Essay beschreibt Zukunftsforscher Klaus Kofler, warum wir Zukunft nicht mehr als lineare VerlĂ€ngerung der Gegenwart verstehen dĂŒrfen. RĂŒckblickend sehen wir Fortschritt und StabilitĂ€t, doch beim Blick nach vorne dominieren Unsicherheit, Angst und Orientierungslosigkeit. Klaus Kofler zeigt auf, dass wir uns von alten GlaubenssĂ€tzen lösen mĂŒssen, um Zukunft als offenen Möglichkeitsraum zu begreifen.

Denkfabrik statt Reparaturbetrieb – Klaus Kofler im Podcast ĂŒber Zukunft, Politik und Verantwortung

Im Podcast Servant Politics diskutieren Zukunftsforscher Klaus Kofler und Professor Ulrich Kern ĂŒber die Rolle der Politik in einer Zeit, die von Unsicherheit, Krisen und tiefgreifenden VerĂ€nderungen geprĂ€gt ist. Anstatt Politik als „Reparaturbetrieb“ zu verstehen, plĂ€dieren die beiden fĂŒr eine Denkfabrik, die neue Visionen und Zukunftsgeschichten entwickelt.

Politik zwischen Erhaltungsmodus und Neugestaltung

Die Ausgangsthese lautet, dass die Politik in Deutschland und darĂŒber hinaus zu sehr auf akute Probleme reagiert, statt mutig Zukunft zu gestalten. Kofler bezeichnet dies als „Erhaltungsbetrieb“, in dem Strukturen bewahrt werden, obwohl sie lĂ€ngst nicht mehr tragfĂ€hig sind. Dabei gehe es nicht nur um technologische Innovationen, sondern vor allem darum, Menschen in die Gestaltung von Zukunft mitzunehmen. Visionen dĂŒrfen nicht an Eliten oder Spezialgruppen hĂ€ngenbleiben, sondern mĂŒssen kollektiv getragen werden.

Ein zentrales Thema ist die Frage nach neuen ErzĂ€hlungen fĂŒr die Zukunft. Alte Narrative von Sicherheit und Wohlstand greifen nicht mehr. Stattdessen brauchen wir Geschichten, die Mut machen, Orientierung geben und gemeinsames Handeln ermöglichen. Kofler betont, dass Zukunft keine lineare Fortschreibung der Vergangenheit sei, sondern im Wechselspiel von Vertrauen, Verantwortung und Verbindlichkeit entsteht.

Verantwortung und die Rolle jedes Einzelnen

Im GesprĂ€ch wird deutlich, dass Politik wieder eine moralische und ethische Verantwortung ĂŒbernehmen muss. Es reicht nicht, nur bestehende Strukturen zu verwalten. Politik sollte inspirieren, Orientierung bieten und echte GestaltungsspielrĂ€ume eröffnen, von der kommunalen Ebene bis hin zu globalen Fragen wie Klimawandel und Migration.

FĂŒr Kofler und Kern steht fest, dass Zukunft dann entsteht, wenn wir gemeinsam neue Geschichten entwickeln, die ĂŒber Krisenrhetorik hinausgehen. Geschichten, die nicht vereinfachen, sondern die KomplexitĂ€t unserer Zeit ernst nehmen. Geschichten, die Menschen ermutigen, Verantwortung zu ĂŒbernehmen und aktiv an VerĂ€nderung mitzuwirken.

https://open.spotify.com/episode/1NBd86Cgm33zJyeMhp2vtw

Zukunftsblick

Podcast Servant Politics – Neue Impulse fĂŒr demokratische Mitgestaltung

Im Podcast Servant Politics spricht Klaus Kofler gemeinsam mit Prof. Ulrich Kern ĂŒber die Rolle von Politik in einer komplexen Welt. Statt nur Probleme zu reparieren, mĂŒsse Politik als Denkfabrik verstanden werden, die neue Visionen entwickelt. Kofler betont, dass wir uns von alten ErzĂ€hlungen verabschieden und neue Zukunftsgeschichten erzĂ€hlen mĂŒssen, die Orientierung und Mut geben. Politik solle nicht nur verwalten, sondern inspirieren, Verantwortung ĂŒbernehmen und echte GestaltungsspielrĂ€ume eröffnen.

Zukunft Verbundenheit

Inmitten einer Zeit vieler UmbrĂŒche und Unsicherheiten sehnen sich Menschen nach Perspektiven einer besseren Zukunft. Eine oft ĂŒbersehene, jedoch entscheidende Ressource dabei waren immer schon zwischenmenschliche Beziehungen und Verbindungen. Nur sind denn die damit verbundenen Denk- und Sichtweisen fĂŒr eine neue Welt ĂŒberhaupt noch zeitgemĂ€ĂŸ?

HERAUSFORDERUNGEN

Paradoxerweise erleben wir gerade eine Art Beziehungslosigkeit. Einerseits wird diese Welt zunehmend vernetzter, wĂ€hrend gleichzeitig echte zwischenmenschliche Bindungen und Beziehungen schwinden. Genau diese  Entfremdung ist eine große Herausforderung in einer unsicheren und komplexen Welt. Es ist von Bedeutung, die Balance zwischen der globalen Vernetzung, die uns voranbringt, und der intimen Verbundenheit, die uns in unsicheren Zeiten zusammenhĂ€lt, neu zu definieren.

Im Future Talk „Zukunft Verbundenheit“ diskutierten Klaus Kofler mit Tiba und Michael Marchetti ĂŒber die Bedeutung menschlicher Beziehungen im Zeitalter globaler Vernetzung. In Zeiten wachsender Unsicherheit werden persönliche Bindungen zur wichtigsten Ressource fĂŒr gesellschaftliche StabilitĂ€t. Dennoch erleben wir eine paradoxe Beziehungslosigkeit, je vernetzter die Welt, desto weniger echte NĂ€he. Klaus Kofler und seine GĂ€ste beleuchten, wie sich digitale Verbindung und menschliche Empathie neu austarieren lassen.

Zukunftsblick

Future Talk „Zukunft Verbundenheit“ mit Tiba & Michael Marchetti

Im Future Talk Format von Klaus Kofler zum Thema „Zukunft Verbundenheit“ diskutiert Klaus Kofler mit Tiba und Michael Marchetti ĂŒber die Bedeutung menschlicher Beziehungen im Zeitalter globaler Vernetzung. In Zeiten wachsender Unsicherheit werden persönliche Bindungen zur wichtigsten Ressource fĂŒr gesellschaftliche StabilitĂ€t. Dennoch erleben wir eine paradoxe Beziehungslosigkeit, je vernetzter die Welt, desto weniger echte NĂ€he. Klaus Kofler und seine GĂ€ste beleuchten, wie sich digitale Verbindung und menschliche Empathie neu austarieren lassen.

Braucht die Zukunft BrÀuche?

Im GesprĂ€ch mit Zukunftsforscher Klaus Kofler wird deutlich, dass Brauchtum und Tradition weit mehr sind als Relikte vergangener Zeiten. Sie bieten Halt, Orientierung und ein GefĂŒhl von Zugehörigkeit besonders in unsicheren Phasen. Gleichzeitig warnt Kofler davor, in reiner Nostalgie zu verharren. Nur wenn Tradition und Moderne miteinander verbunden werden, kann eine lebenswerte Zukunft entstehen.

Kulturelles Erbe und Zukunftskompetenz verbinden

Er plĂ€diert fĂŒr ein neues Menschenbild, das kulturelles Erbe mit den Kompetenzen einer dynamischen Welt verbindet. So wird Tradition nicht zum Stillstand, sondern zur Grundlage fĂŒr verantwortungsbewusstes Handeln und Zukunftsoptimismus.

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Zukunftsblick

Artikel Brauchtum und Zukunft

Braucht die Zukunft BrĂ€uche? Im GesprĂ€ch mit Zukunftsforscher Klaus Kofler wird deutlich, dass Brauchtum und Tradition weit mehr sind als Relikte vergangener Zeiten. Sie bieten Halt, Orientierung und ein GefĂŒhl von Zugehörigkeit besonders in unsicheren Phasen.

Markenmacht und Moral: Zwischen Profit und Nachhaltigkeit

Im Future Talk Format von Klaus Kofler diskutierten dieses Mal Prof. Dr. phil. Ulrich Kern und Sergej Kreibich unter der Moderation von Klaus Kofler und Holger Bramsiepe zum Thema „Markenmacht und Moral“. Ein Thema, das die Gesellschaft im Ganzen und nicht nur Fachleute betrifft. So befanden die Veranstalter und luden in die Stadtbibliothek Dornbirn ein. Welche Zukunft haben Marken in unserer Gesellschaft? Es ging hoch her in der Diskussion.

Vom Traum zur EnttÀuschung

Hat das Markenkonstrukt seine große Zeit hinter sich? Moderator Klaus Kofler beschrieb die Desillusionierung vieler Kunden. Die „Heldenreise“ der MarkenkĂ€ufer endet hĂ€ufig in jĂ€her EnttĂ€uschung. Verlockende Markenattribute werten zwar fĂŒr einen kurzen Moment des GlĂŒcks ihr Ego auf, letztlich fallen ihnen aber die durch Marken verursachten Probleme auf die FĂŒĂŸe – MĂŒllberge, soziale Ungerechtigkeiten, Umweltzerstörung. Doch hĂ€lt dies wirklich vom Markenkonsum ab? Co-Moderator Holger Bramsiepe fragte das Auditorium, wer sich als MarkenkĂ€ufer outet. Ergebnis: fast alle. Dann die Frage, wer an die Ehrlichkeit von Marken glaubt. Ergebnis: fast keiner. Und schon drehte sich die Diskussion um das zentrale Problem. UrsprĂŒnglich als Garant fĂŒr QualitĂ€t und GlaubwĂŒrdigkeit im Meer der Waren angetreten, dienen Marken immer hĂ€ufiger nur als schöne Fassade, hinter der sich die eigentlichen Probleme unserer Zeit tĂŒrmen.

Dem hielt Professor Ulrich Kern, Designforscher und KreativitĂ€tsexperte, seine zentrale Forderung entgegen: Aufgabe von Marken sei es nicht, zu immer mehr Konsum zu verfĂŒhren, sondern ihre Kunden durch den anstehenden Transformationsprozess zu fĂŒhren. Nachhaltigkeit werde nicht am Regal im Supermarkt entschieden, sondern viel frĂŒher im Hochregallager der Hersteller. Sie mĂŒssten Farbe bekennen gegen eine egoistische Marktwirtschaft, die auf dem hedonistischen Verbraucher beruht und zusehends in einer verantwortungslosen Gesellschaft mĂŒndet. DafĂŒr brauche es eine RĂŒckbesinnung auf Vertrauen und Verantwortung als zentrale Pole eines zukunftsfĂ€higen Markenkonstrukts, so Kern.

ErnĂŒchterung allerorten?

Bei seinem GesprĂ€chspartner, dem Strategie- und Kommunikationsexperten Sergej Kreibich, rannte Kern mit dieser Forderung offene TĂŒren ein. Geboren in Nairobi und jahrzehntelang außerhalb Europas zuhause, weiß Kreibich nur zu gut, dass große Teile der Welt ganz andere Probleme als die Zukunft hochgezĂŒchteter Marken haben. Um so mehr verwundert es ihn, dass die Kunden seiner Agentur eigentlich immer nur die Fortschreibung der Gegenwart ihrer Marken erwarten. Viele kleine Schritte, aber kein großer Sprung. Optimierung ja, aber keine Innovierung. Und das angesichts der großen Herausforderungen, die in Zukunft auf die Welt zukommen.

Und wie steht es mit dem Design?, fragte Moderator Kofler die beiden Industriedesigner in der Runde – Bramsiepe und Kern. Doch auch hier zeigt sich nach deren EinschĂ€tzung kein Wendepunkt. Bewahrung des Status Quo lautet die Devise, ob in der beruflichen Praxis oder an den Hochschulen. Kofler, selbst Zukunftsforscher und MitgrĂŒnder der Future Design Akademie, blieb hartnĂ€ckig: Wo werden eigentlich die Zukunftsdenker und -macher fĂŒr morgen ausgebildet? Wo ist dieses Thema im Bildungssystem unserer Gesellschaft verankert? Leider sind dies Leerstellen, musste die Runde feststellen.

Und doch ein Hoffnungsschimmer?

Dem Abgesang auf Marken setzten aber Wortmeldungen aus dem Publikum entschieden Positives entgegen. Ihr seien die Auswirkungen in der Welt nicht egal, die ihr Kaufverhalten hervorruft, so eine junge Frau. Ein Beispiel fĂŒr den generellen Trend, dass junge Menschen immer kritischer auf Nachhaltigkeit von Marken achten. Und ein Vertreter eines ortsansĂ€ssigen Unternehmens fĂŒr Sportkleidung legte dar, wie Nachhaltigkeit bei ihnen gelebt wird – bis hin zu einem Reparaturservice. Ein gutes Beispiel dafĂŒr, dass mittelstĂ€ndische Unternehmen in Familienhand oft nach einem klaren Wertesystem agieren, gerade auch im Sinne von regionaler Verantwortung, KundennĂ€he und GlaubwĂŒrdigkeit. Professor Kern hatte dagegen zuvor auf die enorme Marktmacht von Großkonzernen verwiesen, deren ökonomische Bedeutung oft ĂŒber der ganzer Volkswirtschaften liegt. Auch die Rolle des Gesetzgebers im Umgang mit solchen globalen Schwergewichten wurde aus dem Publikum kritisch hinterfragt. Einig war man sich im Plenum, dass es keine klaren Rezepte gibt, um die LĂŒcke zwischen Marken und Moral dauerhaft zu schließen. Gerade deshalb mĂŒssten die Dialoge zwischen Markenmachern, DesignerInnen und ihren Kunden, Wissenschaft, Bildung und Gesetzgeber intensiver denn je gefĂŒhrt werden. Und hierfĂŒr war die Veranstaltung in Dornbirn ein gelungenes Beispiel!

Autor: Petra Kern

www.kernkernkompetenzen.de

Zukunftsblick

Future Talk „Verantwortung Konsum“ mit Prof. Dr. Phil. Ulrich Kern

Im Future Talk Format von Klaus Kofler diskutierten Prof. Ulrich Kern, Sergej Kreibich sowie die Moderatoren Klaus Kofler und Holger Bramsiepe ĂŒber Markenmacht und Moral. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Marken in Zukunft nur noch schöne Fassaden sind oder echte Verantwortung ĂŒbernehmen. Prof. Ulrich Kern betonte, dass Marken nicht lĂ€nger zum reinen Konsum verfĂŒhren dĂŒrfen, sondern Orientierung geben und Werte vermitteln mĂŒssen. Strategieexperte Sergej Kreibich bestĂ€tigte, dass viele Unternehmen im Status Quo verharren, statt mutig neue Wege zu gehen. Im Publikum zeigte sich, dass gerade junge Menschen kritisch nachfragen und Marken nachhaltiger, transparenter und verantwortungsvoller handeln mĂŒssen.