Zukunftsbildung

Zukunft als Zumutung

Wir alle sprechen gerne über Zukunft, so als wäre sie ein bequemes Upgrade der Gegenwart. Ein bisschen smarter, ein bisschen digitaler, oder einfach effizienter. Blicken wir aber etwas genauer hin, zeigt sich ein völlig anderes Bild von ihr. Dabei stellt sich die Frage, ob uns denn wirklich die großen Krisen bedrohen, oder ob die echte Gefahr nicht mehr darin liegt, einfach weiterzumachen, obwohl doch schon längst klar ist, dass es so gar nicht mehr funktionieren wird.  Ja, es ist diese Gleichgültigkeit, die wir unterschätzen. Die Bereitschaft, weiterzuwischen, obwohl man spürt, dass etwas kippt. Zukunft wird nicht durch Irrtümer verspielt, sondern durch das Wegsehen. Wer sich heraushält, überlässt anderen die Gestaltungsmacht. Denn Zukunft entsteht immer, die Frage ist nur, ob mit oder ohne uns.

Wir haben Zukunft viel zu lange behandelt wie ein Fortschritts Abo. Man wartet, bis halt irgendjemand etwas Neues liefert. Doch Zukunft folgt keinem Lieferprinzip. Sie fordert uns heraus. Sie verlangt Beteiligung und Reibung und vor allem Haltung. Genau deshalb ist sie auch eine Zumutung. Denn sie drängt uns, uns einzumischen. Nein, nicht erst, wenn es brennt, sondern schon dann, wenn erste Irritationen spürbar werden. Denn Zukunft ist und war nie ein sicherer Raum, sondern immer ein Feld, das uns zwingt, Entscheidungen zu treffen, die nicht bequem, aber unvermeidbar und notwendig sind.

Zukunft beginnt im Kopf, nicht im Kalender

Die Fähigkeit, Zukunft zu gestalten, entsteht nicht irgendwo da draußen, sondern tief im Inneren. Sie beginnt mit dem Willen, mehr sehen zu wollen als im Jetzt. Kinder tun das selbstverständlich. Sie handeln mit einem stillen Vertrauen darauf, dass aus dem Unbekannten etwas entstehen kann. Erwachsene haben diesen Zugang verloren. Wir verlangen Garantien, bevor wir losgehen. Doch Zukunft belohnt nicht jene, die abwarten. Sie belohnt jene, die den ersten Schritt wagen, auch wenn der Boden unter uns noch unsicher ist.

Ein Blick auf das Unerwartete – Zukunft als Nebenprodukt des Handelns

In vielen europäischen Städten zeigt sich etwas, das kaum jemand bewusst bemerkt. Menschen gestalten ihre Umgebung unabsichtlich um. In öffentlichen Gebäuden werden bestimmte Räume, Zwischengänge oder Nischen über die Jahre zu Orten des Austauschs, der Abstimmung und der spontanen Kreativität. Auch wenn diese Orte nie dafür vorgesehen waren, wurden sie zu Knotenpunkten und Begegnungszonen, die Menschen gestaltet haben. Die Erklärung war ist simpel, denn diese Räume funktionieren nicht, weil sie geplant waren, sondern weil sie gebraucht wurden. Genau darin liegt die Lektion. Zukunft entfaltet sich dort, wo Menschen handeln, improvisieren und ausprobieren. Zukunft ist immer das Ergebnis gelebter Entscheidungen und nicht das Produkt eines Masterplans.

Die Zumutung besteht darin, nicht länger Zuschauer zu sein

Wir leben in einer Zeit, in der sich zwar vieles bewegt, aber irgendwie sich wenig wirklich verwandelt. Was uns überfordert, reparieren wir, anstatt Neues zu gestalten. Aber unsere Zukunft wird so zum Verlustgeschäft. Nein, nicht weil wir zu wenig über sie wissen, sondern weil wir zu wenig wagen. Zumutung heißt, Verantwortung anzunehmen, bevor etwas zwingend wird. Zumutung heißt, den eigenen Denkrahmen zu verlassen. Und Zumutung heißt, eine Richtung zu wählen, bevor äußere Umstände sie für uns festlegen. All das entsteht nicht durch Wunschdenken, sondern durch bewusste Entscheidungen im Heute, auch wenn sie unbequem sind. Zukunft verlangt, dass wir die Komfortzone verlassen und Unsicherheit nicht länger als Bedrohung betrachten, sondern als Rohstoff für das Kommende. Denn Zukunft als Zumutung heißt vor allem, dass wir uns selbst verändern, bevor die Welt es für uns tut.

 

Zukunftsblick

Zukunft als Zumutung

Zukunft ist nicht einfach ein Fortschritts-Abo, sondern eine Herausforderung, die Beteiligung und Verantwortung verlangt. Sie entsteht nicht durch Abwarten, sondern durch bewusstes Handeln und Entscheidungen im Heute. Wer die Zukunft gestalten will, muss die Komfortzone verlassen und Unsicherheit als Chance begreifen. Zukunft als Zumutung bedeutet, aktiv mitzuwirken, bevor äußere Umstände die Richtung bestimmen.

Zukunftsdesign lernen – Hochschule Ravensburg-Weingarten startet Wahlfach

Zukunft kommt nicht einfach auf uns zu…wir gestalten sie. Unter diesem Leitgedanken bietet die Hochschule Ravensburg-Weingarten seit 2021 das innovatives Wahlfach Zukunftsdesign im Masterprogramm an. Begleitet von Experten wie Holger Bramsiepe und Zukunftsforscher Klaus Kofler lernen Studierende, wie Zukunft nicht als Prognose, sondern als bewusster Gestaltungsprozess verstanden werden kann.

Zukunft als Möglichkeitsraum

Die Gegenwart ist geprägt von Transformationen wie Klimawandel, digitale Disruption, gesellschaftliche Brüche. Klassische lineare Antworten greifen zu kurz und Zukunftsdesign setzt hier an und begreift Zukunft nicht als festen Zustand, sondern als einen offenen Möglichkeitsraum. Ziel ist es, neue Perspektiven zu entwickeln und Methoden kennenzulernen, die Orientierung in einer Welt schaffen, die immer schneller, komplexer und vernetzter wird.

Kompetenzen für eine neue Zeit

Das Wahlfach vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch konkrete Kompetenzen, den Umgang mit Unsicherheit, die Entwicklung von Zukunftsszenarien und die Fähigkeit, Chancen frühzeitig zu erkennen. Dabei geht es um mehr als bloße Ideen. Gefragt sind kluge und tragfähige Konzepte, die den Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und Organisationen begleiten. Zukunftsdesign verbindet wissenschaftlich-rationale Ansätze mit kreativ-sozialem Denken, eine Haltung, die Klaus Kofler als „Ambidextrie des Zukunftsdenkens“ beschreibt.

Bildung als Schlüssel für Zukunftskompetenz

Ein besonderer Fokus liegt auf Bildung als kultureller Technik. Zukunftskompetenz bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, neue Fragen zu stellen und den Mut zu entwickeln, alte Muster zu verlassen. Mit realen und virtuellen Lernräumen, Experimenten und Projekten erleben Studierende, wie aus abstraktem Zukunftsdenken konkrete Handlungsmöglichkeiten werden.

Zukunftsdesign als Impuls für Unternehmen und Gesellschaft

Das erworbene Wissen geht weit über die Hochschule hinaus. Es hilft, in Unternehmen, Politik und Organisationen tragfähige Strategien zu entwickeln. Von Innovationsprozessen über nachhaltiges Wirtschaften bis hin zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen. Zukunftsdesign wird damit zu einer Ressource, die nicht nur den Einzelnen stärkt, sondern Zukunftsfähigkeit als kollektive Aufgabe begreift.

Damit wird das Wahlfach „Zukunftsdesign“ an der Hochschule Ravensburg-Weingarten zu einem praktischen Labor für die Zukunft und zu einem Beispiel dafür, wie Zukunftskompetenz, regeneratives Denken und Verantwortung schon heute in der Ausbildung verankert werden können.

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Zukunftsblick

Wahlfach Zukunftsdesign an der Hochschule Ravensburg/Weingarten – Zukunft gestalten lernen

Zukunft kommt nicht einfach auf uns zu…wir gestalten sie. Unter diesem Leitgedanken bietet die Hochschule Ravensburg-Weingarten seit 2021 das innovatives Wahlfach Zukunftsdesign im Masterprogramm an. Begleitet von Experten wie Holger Bramsiepe und Zukunftsforscher Klaus Kofler lernen Studierende, wie Zukunft nicht als Prognose, sondern als bewusster Gestaltungsprozess verstanden werden kann.

Was braucht es in Zukunft, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen?

In diesem Podcast mit dem Sozialmagazin Megaphon stellt der österreichische Zukunftsforscher Klaus Kofler eine wichtige und zentrale Frage unserer Zeit: Was braucht es in Zukunft, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen? Statt einfacher Antworten bietet er eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den Bedingungen, unter denen Zukunft überhaupt gelingen kann, nicht nur für Einzelne, sondern für die Gesellschaft als Ganzes.

Klaus Kofler begreift die Ressource Zukunft als einen Möglichkeitsraum, der nicht vorgegeben ist, sondern bewusst gestaltet werden muss. Dabei warnt er eindringlich davor, sich auf technische Lösungen oder künstliche Intelligenz zu verlassen. Zukunft entsteht nicht durch Prognosen oder Algorithmen, sondern durch Menschen, die Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und Sinn stiften. Nur wer Haltung zeigt, kann wirksam handeln.

Ein gutes Leben für alle braucht laut Kofler nicht mehr Geschwindigkeit, sondern mehr Orientierung. In einer Welt, die von permanenter Beschleunigung und digitaler Reizüberflutung geprägt ist, plädiert er für neue Formen der Bildung, die Menschen befähigen, Zukunft zu denken und zu gestalten. Der Zugang zu Zukunftswissen, kritischem Denken und systemischem Verstehen müsse zentraler Bestandteil unserer Bildungssysteme werden. Denn wer nicht versteht, in welchen Zusammenhängen wir leben, wird auch keine zukunftsfähigen Lösungen entwickeln.

Klaus Kofler betont, dass es dafür auch ein neues Menschenbild braucht, eines, das auf Kooperation, Empathie und Verantwortung basiert anstatt auf Konkurrenz und reiner Effizienz. Räume für Begegnung, Kunst, Reflexion und gesellschaftliche Mitgestaltung sind für ihn keine Nebenschauplätze, sondern Grundbedingungen eines guten Lebens für alle.

Der Podcast ist eine Einladung, den eigenen Blick auf die Zukunft zu schärfen, jenseits von Techno-Utopien oder Krisenlähmung. Wer wissen will, wie wir gemeinsam einen neuen Zukunftspfad einschlagen können, findet hier keine Patentrezepte, aber eine kraftvolle Perspektive. Zukunft ist nicht das, was passiert, sondern das, was wir möglich machen.

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https://soundcloud.com/user-67078869/was-braucht-es-in-zukunft-um-ein-gutes-leben-fur-alle-zu-ermoglichen-klaus-kofler

Zukunftsblick

Podcast Megaphon – Was braucht es, um in Zukunft „Ein gutes Leben für alle“ zu ermöglichen?

In diesem Podcast mit dem Sozialmagazin Megaphon stellt der österreichische Zukunftsforscher Klaus Kofler eine wichtige und zentrale Frage unserer Zeit: Was braucht es in Zukunft, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen? Statt einfacher Antworten bietet er eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den Bedingungen, unter denen Zukunft überhaupt gelingen kann, nicht nur für…

Zukunftsmut statt Zukunftsangst

Zukunft ist kein Schicksal, sondern eine Frage der Haltung. Im Interview mit der Kleinen Zeitung macht Zukunftsforscher Klaus Kofler deutlich, dass wir weniger Prognosen brauchen, sondern mehr Mut, Verantwortung zu übernehmen. In Zeiten, in denen Klimakrise, technologische Umbrüche und gesellschaftliche Spannungen Ängste verstärken, ruft er zu einem Perspektivwechsel auf. Zukunftsbewusstsein bedeutet nicht, auf sichere Antworten zu warten, sondern Unsicherheit als Gestaltungsraum zu begreifen.

Zukunftsbewusstsein statt lähmender Angst

Der österreichische Zukunftsforscher Kofler betont, dass Zukunft nicht berechenbar ist. Sie entsteht dort, wo Menschen Entscheidungen treffen und neue Wege wagen. Angst lähmt, Mut eröffnet Möglichkeiten. Zukunftsmut bedeutet, die Ungewissheit nicht als Bedrohung, sondern als Einladung zum Handeln zu verstehen. Damit unterscheidet sich Koflers Ansatz klar von klassischen Zukunftsprognosen. Nicht das „Was wird kommen?“ ist entscheidend, sondern das „Wofür wollen wir handeln?“

Zukunft als kulturelle Aufgabe

Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der Rolle von Bildung und Kultur. Zukunftskompetenz entsteht nicht allein durch technisches Wissen, sondern durch die Fähigkeit, Zusammenhänge zu deuten, Verantwortung zu teilen und neue Narrative zu entwickeln. „Wir brauchen neue Sinngeschichten“, so Klaus Kofler, „die uns Orientierung geben und unsere Handlungsfähigkeit stärken.“ Zukunft wird damit zu einer kulturellen Aufgabe, die uns alle betrifft, von Politik über Wirtschaft bis in den Alltag jedes Einzelnen.

Von Resilienz zu regenerativem Zukunftsdesign

Besonders hervor hebt Kofler die Bedeutung von Resilienz. Sie ist nicht bloß die Fähigkeit, Krisen zu überstehen, sondern die Basis für ein regeneratives Zukunftsdesign, das Neues möglich macht. Zukunftsmut heißt, vertraute Denkmuster zu verlassen und Räume zu schaffen, in denen Kooperation, Innovation und Verantwortung wachsen können. Klaus Kofler richtet einen klaren Appell an Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, dass Zukunft nicht durch Abwarten, sondern durch mutiges Handeln entsteht. Zukunftsmut ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir den Krisen unserer Zeit mit Kreativität und Entschlossenheit begegnen können.

📖 „Zum Artikel der Kleinen Zeitung“

Zukunftsblick

Interview Kleine Zeitung – Wir brauchen mehr Zukunftsmut

Zukunftsmut ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir den Krisen unserer Zeit mit Kreativität und Entschlossenheit begegnen können. Klaus Kofler richtet im Interview mit der Kleinen Zeitung einen klaren Appell an Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, dass Zukunft nicht durch Abwarten, sondern durch mutiges Handeln entsteht.

Zukunftsbewusstsein 2025 – Klaus Kofler im Gespräch

Im Kurier Podcast spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler über die Kraft des Zukunftsbewusstseins. Er macht deutlich, dass die zentralen Herausforderungen unserer Zeit nicht nur in geopolitischer, ökologischer oder technologischer Natur liegen, sie liegen tiefer, in unseren mentalen Bruchstellen. Zukunft entsteht nicht durch Prognosen, sondern durch Haltung, Verantwortung und den Mut, neue Wege zu denken.

Mentale Bruchstellen als Kern der Zukunftskrise

Unsere größte Krise ist nicht der Mangel an Wissen über das Morgen, sondern der Verlust an Vorstellungskraft. „Wenn das äußere Zukunftsbild lauter wird als unser inneres, siegt die Angst“, betont Kofler. Diese innere Krise prägt unsere Gegenwart und öffnet Räume für Populismus, Resignation und gesellschaftliche Spaltungen. Der Soziologe Andreas Reckwitz stellt fest, dass moderne Gesellschaften verlernt haben, mit Verlusten umzugehen, eine Einschätzung, die Peer Steinbrück ergänzt: „Wir haben uns bequem eingerichtet in der Gegenwart.“

Vor diesem Hintergrund reicht es nicht aus, sich auf Prognosen zu verlassen. Sie können beruhigen, geben aber keine Orientierung. Zukunft ist ein offener Möglichkeitsraum, der durch Haltung und Verantwortung gefüllt werden muss. Kofler fordert, alte Denkmuster zu hinterfragen und ein aktives Zukunftsbewusstsein zu entwickeln mit weniger Anpassung und mehr Gestaltung. Wer Zukunft als Chance begreift, erkennt, dass neue Antworten nicht durch Rechenmodelle entstehen, sondern durch Klarheit im Denken und Mut zum Handeln.

Neue Sinngeschichten für eine gestaltbare Zukunft

Damit verbunden ist die Suche nach neuen Erzählungen. „Alte Gewinngeschichten funktionieren nicht mehr“, so der Zukunftsforscher Kofler, „neue müssen wir uns erst erfinden.“ Diese Sinngeschichten sind mehr als Worte. Sie geben Orientierung und stärken die Fähigkeit, in Krisen handlungsfähig zu bleiben. Zukunftsbewusstsein bedeutet deshalb auch, unser „Wofür“ neu zu klären. Erst wenn wir Sinn wieder spürbar machen, können wir Zukunft als Gestaltungsauftrag begreifen.

Zukunftsbildung als kulturelle Technik

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Bildung. Doch Zukunftsbildung ist kein klassisches Fach, sondern eine kulturelle Technik, die junge Menschen befähigt, mit Komplexität umzugehen und zwischen multiplen Optionen das Wesentliche zu erkennen. Zukunftskompetenz bedeutet nicht bloß Anpassung an das Bestehende, sondern die Fähigkeit, Möglichkeiten zu eröffnen und aktiv neue Wege zu gestalten.

Auch digitale Medien prägen unsere mentale Zukunftslandschaft. Sie sind weder Feindbild noch Allheilmittel, sondern Beschleuniger, im Positiven wie im Negativen. Informationsflut allein macht uns nicht klüger, oft eher ohnmächtiger. Erst durch Medienkompetenz, kritisches Denken und emotionale Resilienz können wir den digitalen Raum so nutzen, dass er Zukunftsbewusstsein stärkt, statt es zu überfordern.

Optimismus als Pflicht

Trotz aller Herausforderungen bleibt Klaus Kofler optimistisch. Nicht naiv, sondern aus Überzeugung. Er erinnert an Karl Poppers Satz „Optimismus ist Pflicht“ und an Kants Idee einer inneren Verpflichtung zur Hoffnung. Zukunft beginnt nicht irgendwo draußen, sondern in uns selbst. In unserer Haltung, in unserem Denken, in unserem Mut. Sein Appell zum Jahresbeginn 2025 lautet deshalb: „Weniger Angst. Mehr Sinn. Weniger Stillstand. Mehr Erneuerung.“

🎧 Jetzt den ganzen Podcast mit Klaus Kofler im Kurier hören:

 

Zukunftsblick

Podcast Kurier – Es gibt keine Alternative zu Optimismus

Im Kurier Podcast spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler über die Kraft des Zukunftsbewusstseins. Er macht deutlich, dass die zentralen Herausforderungen unserer Zeit nicht nur in geopolitischer, ökologischer oder technologischer Natur liegen, sie liegen tiefer, in unseren mentalen Bruchstellen. Zukunft entsteht nicht durch Prognosen, sondern durch Haltung, Verantwortung und den Mut, neue Wege zu denken.

Die Kraft der Zukunft – Ein Gespräch mit Zukunftsforscher Klaus Kofler

Im Interview mit oekostrom AG zeigt Zukunftsforscher Klaus Kofler, dass Zukunft nicht vorhersehbar ist, sondern durch Verantwortung und Gestaltungskraft entsteht. In Zeiten, in denen multiple Umbrüche wie Klimakrise, digitale Transformation und geopolitische Spannungen unsere Unsicherheiten schüren, fordert Kofler ein neues Denken, das über prognostische Sicherheit hinausgeht.

Bildung als Schlüssel zu Zukunftskompetenz

Seine Philosophie ist klar. Zukunft bedeutet, Information und Zukunftswissen zu verknüpfen, um gesellschaftliche Transformation anzustoßen. Dabei setzt er auf Bildung als Schlüssel und sieht eine Lücke in Österreichs Studienlandschaft. Es fehle an Studiengängen, die Zukunftswissen explizit lehren. Als Vorbild nennt er den Future Campus an der HAK in Feldkirch, wo Jugendliche lernen, Zukunft aktiv mitzugestalten und so Motivation, Orientierung und Zusammenarbeit erleben.

Zukunftskompetenz entsteht durch Haltung und Verantwortung

Kofler wirbt für ein neues Menschenbild, das weniger auf technischer Effizienz beruht, sondern auf Kooperation, Empathie und einem regenerativen Verständnis von Zukunft. Er spricht sich gegen eine passive oder reaktive Haltung aus und plädiert für eine Gesellschaft, die Zukunft nicht nur antizipiert, sondern sie bewusst entwirft. Zukunft soll als handelbarer Möglichkeitsraum verstanden werden und nicht abstrakt, sondern konkret und alltagsnah.

Die Kraft der Zukunft – ein Appell von Klaus Kofler

Das Interview zeigt, wie Zukunftskompetenz entsteht, durch Bildung, die Horizonte öffnet, durch Räume, die zum Perspektivwechsel einladen, durch Haltung, die Verantwortung übernimmt. Nur so können wir uns in unruhigen Zeiten orientieren durch Klarheit, Sinn und Zukunftsmut.

Koflers Botschaft ist ein Appell. Wir brauchen keine Vorhersage, sondern eine Zukunft, die wir selbst möglich machen. Zukunft beginnt dort, wo Menschen Chancen aktiv suchen, Zukünftiges gestalten und das Undenkbare denkbar machen.

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Interview Magazin Oekostrom – Die Kraft der Zukunft

Im Interview mit oekostrom AG zeigt Zukunftsforscher Klaus Kofler, dass Zukunft nicht vorhersehbar ist, sondern durch Verantwortung und Gestaltungskraft entsteht. In Zeiten, in denen multiple Umbrüche wie Klimakrise, digitale Transformation und geopolitische Spannungen unsere Unsicherheiten schüren, fordert Kofler ein neues Denken, das über prognostische Sicherheit hinausgeht.

Veränderung

Wenn man nun wirklich das große Ganze betrachtet, kann man sagen: Es wird eine gewisse Entwicklung der Akzeptanz geben. Das klingt jetzt vielleicht banal, aber derzeit leben wir in einer Art Verlustdenken, dass es die Welt so, wie wir sie kennen, nicht mehr geben wird. Wir befinden uns auf der Schwelle zu einer neuen Ära und viele Menschen hoffen noch darauf, dass die Welt so bleibt, wie wir sie kennen. Diese Menschen werden akzeptieren müssen, dass sich die Welt grundlegend verändert.

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Zukunftsblick

Interview Kneipp – Es wird ein Jahr der Akzeptanz

Wir befinden uns auf der Schwelle zu einer neuen Ära und viele Menschen hoffen noch darauf, dass die Welt so bleibt, wie wir sie kennen. Diese Menschen werden akzeptieren müssen, dass sich die Welt grundlegend verändert…

Der Weg des Fortschritts

Als vor gut einem Jahrhundert große Veränderungen auf unserem Planeten ihren Lauf nahmen, war das auch zugleich die Zeit, als Organisationen wie die Caritas zu ihren „Zukunftsreisen“ aufbrachen. Es war eine Epoche in der Geschichte der Menschheit, die die Menschen voller Erwartungen und faszinierendem Staunen, aber auch mit großen Unsicherheiten, Ängsten und Sorgen in die Zukunft blicken ließ. Denn trotz pfeifendem Dampf, dreckiger Kohle, aufstrebender Fabrikhallen und aufkommender Euphorie eines beginnenden Industriezeitalters spürten die Menschen auch, wie instabil und zerrissen sich die Welt um sie herum entwickelte. Was folgte, waren harte Jahre des Verzichtes, Ungewissheit und der Sinnlosigkeit von Kriegen. Aber waren es nicht schon immer die düsteren Zeiten, die die Menschheit dazu motivierte, dieser Welt ein neues „Gesicht“ zu verleihen? Menschen, die durch Engagement, Solidarität und Nächstenliebe wieder Licht ins Dunkel zauberten. Nein, nicht durch die großen sichtbaren Dinge, sondern durch die sozialen Veränderungen, die den Menschen wieder Mut machten.

Was bedeutet ein gutes Leben für alle?

Irgendwann war der Weg des Fortschritts geebnet. Ein Rausch der Veränderung fegte über die Welt und Technologie mutierte zu einer Art Glaubensgrundsatz für Fortschritt. Elektrizität und Telekommunikation wie Radio und Fernseher begannen, die Welt zu verbinden. Der Traum vom Fliegen eröffnete neue Horizonte und Ziele. Ernteerträge wuchsen in den Himmel und das Modell Demokratie fand immer mehr Verbündete. Es war eine Zeit des Aufbruchs, eine Ära, in der Maschinen zum Wachstums- und Wohlstandstreiber der Menschheit wurden. Aber gleichzeitig spürte man erste Sorge, dass all diese technologischen Innovationen und Entwicklungen nicht ohne soziale, ökonomische und ökologische Verluste einhergehen würden…

Link zum gesamten Artikel der Caritas Steiermark

Zukunftsblick

Artikel Caritas Steiermark – Ein gutes Leben für alle…

In den letzten 100 Jahren hat sich die Welt stark weiterentwickelt, die Nöte und Sorgen der Menschen sind andere geworden. Eines aber ist stets gleich geblieben: Unser Glaube an ein gerechtes, vorurteilfreies und friedvolles Miteinander. Ein Ausblick auf die…

Zukunft, Politik und Verantwortung – Klaus Kofler im Podcast

Im Podcast von servant politics spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler über die politischen Herausforderungen unserer Zeit und die Frage, wie wir die Zukunft gemeinsam gestalten können. Politik darf nicht länger auf alten Denkmustern beharren, sondern muss mutig neue Räume eröffnen, in denen Bürgerinnen und Bürger Verantwortung übernehmen können. Demokratie, so Klaus Kofler, lebt nicht nur von Rechten, sondern auch von Pflichten und von der Fähigkeit, Vielfalt als Stärke zu begreifen.

Besonders betont er die Notwendigkeit einer umfassenden politischen Bildung. Diese sieht er als zentrale Kernherausforderung des 21. Jahrhunderts. Ohne ein besseres Verständnis demokratischer Prozesse und ohne soziale Kompetenzen werde es schwierig sein, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern. Deshalb plädiert er dafür, Bildung von klein auf neu zu denken. Weg von rein faktenorientiertem Wissen, hin zu einem Lernen, das Verantwortung, Mitgestaltung und Empathie fördert.

Warum wir neue Demokratie-Impulse brauchen

Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Frage, wie wir Demokratie wieder mit Leben füllen können. Der österreichische Zukunftsforscher schlägt vor, neue Beteiligungsformate wie Bürgerräte oder Zukunftskomitees zu schaffen, die echte Mitbestimmung ermöglichen. Politik müsse wieder Vertrauen schaffen, Zuversicht stiften und den Menschen das Gefühl geben, Teil eines gemeinsamen Projekts zu sein.

Das Gespräch zeigt eindrucksvoll, dass Zukunftsforschung nicht nur abstrakte Szenarien entwirft, sondern konkrete Antworten auf aktuelle Herausforderungen bietet. Klaus Kofler macht Mut, die Zukunft nicht passiv zu erwarten, sondern aktiv und gemeinschaftlich zu gestalten.

https://open.spotify.com/episode/6X2UGeD8yATQ0N5DQY9Tk8

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Podcast Servant Politics – Politik und Zukunft

Im Podcast von servant politics spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler über Demokratie, Verantwortung und die Herausforderungen der Politik von morgen. Er betont die Bedeutung politischer Bildung als Kernaufgabe unserer Zeit. Politik müsse mehr Zukunftswissen integrieren und Bürgerinnen aktiv beteiligen. Nur so lasse sich Vertrauen zurückgewinnen und Zuversicht schaffen. Ein inspirierendes Gespräch über neue Demokratie-Impulse und die gemeinsame Gestaltung unserer Zukunft.

Die Generation Z sieht nicht ohne Sorgenfalten in die Zukunft

Die Generation Z ist mit einem mulmigen Gefühl ins Leben gestartet, vielfach geprägt durch Klimakrise, geopolitische Spannungen und gesellschaftliche Unruhen. Im Artikel „Generation Z(ukunftsangst)“ der Wiener Zeitung beschreibt die Studentin Theresa beispielhaft ihr Empfinden. Sicherheit findet sie zunehmend brüchig, die Zukunft wirkt diffus, oft genug aus Angst. Das Bild einer stolpernden Generation entsteht, die zwar hoffnungsvoll, aber zugleich betroffen auf die Herausforderung Zukunft blickt.

Im Interview mit der Wiener Zeitung spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler über ein Thema, das besonders die junge Generation beschäftigt, die wachsende Angst vor der Zukunft. Die Generation Z, aufgewachsen in einer Zeit multipler Krisen, erlebt Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und die Sorge, dass es ihr schlechter gehen könnte als den Generationen davor. Kofler macht deutlich, dass diese Ängste ernst zu nehmen sind, sie dürfen jedoch nicht zum Stillstand führen, sondern müssen Ausgangspunkt für neue Handlungsräume werden.

Bildung, Kommunikation und neue Perspektiven für junge Menschen

Für die Generation Z bedeutet das weniger Fokus auf Angst und Ohnmacht, und mehr Mut zur Mitgestaltung. Angst sei ein Warnsignal, sagt Klaus Kofler, aber kein konstruktiver Motor. Besonders betont er die Rolle von Bildung und Kommunikation. Junge Menschen müssten lernen, mit Unsicherheiten umzugehen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und eigene Zukunftsbilder zu entwickeln. Hier sieht Kofler die große Aufgabe der Gesellschaft, Räume zu schaffen, in denen Hoffnung, Kreativität und Vertrauen wachsen können. Nur so könne Zukunft als Chance und nicht als Bedrohung erlebt werden.

Im Interview wird deutlich, dass die Frage nach der Zukunft eng mit unserem Menschenbild verknüpft ist. Klaus Kofler plädiert für ein Denken, das den Menschen nicht länger als Störfaktor, sondern als Teil der Lösung begreift. Resilienz, Empathie und ein regeneratives Zukunftsdesign sind für ihn entscheidend, um mit Unsicherheiten produktiv umzugehen.

Der Artikel mahnt dazu, dringend Jugendanliegen sichtbar zu machen, z. B. durch politische Teilhabe, Stimme im System, sicht- und fühlbares Mitgestalten. Nur so entsteht wieder Vertrauen, Mut und Hoffnung auf eine gestaltbare Zukunft.

zum Artikel der Wiener Zeitung

Zukunftsblick

Artikel Wiener Zeitung – Generation Z und die Angst vor der Zukunft

Im Interview mit der Wiener Zeitung spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler über die wachsende Zukunftsangst der Generation Z. Studien zeigen, dass viele davon ausgehen, es werde ihnen schlechter gehen als ihren Eltern. Kofler betont im Gespräch, dass Angst allein kein Handlungsmotor ist. Zukunft entstehe nicht durch Prognosen, sondern durch Haltung, Mitgestaltung und kollektive Verantwortung…

Podcast mit Klaus Kofler – Zukunft bedeutet neue Lösungen zu finden

Zukunft bedeutet, neue Lösungen zu finden. Unter diesem Leitgedanken spricht der Zukunftsforscher Klaus Kofler im Podcast Netz Impulse der Wiener Netze über die Herausforderungen und Chancen einer komplexen Welt. Zukunftsforschung ist für ihn kein Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten, sondern die Einladung, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu gestalten. Dabei geht es um Netzwerke, Beziehungen und die Fähigkeit, kreative Lösungen zu entwickeln.

Ergänzend zum Podcast hielt Klaus Kofler darüber beim 10-Jahre-Jubiläum der Wiener Netze GmbH eine Keynote im Technischen Museum in Wien.

Impact-Netzwerke als Motor für Veränderung

Im Gespräch betont Kofler die Bedeutung von Impact-Netzwerken, die Menschen, Unternehmen und Organisationen verbinden, um gemeinsam Veränderungen möglich zu machen. Solche Netzwerke sind mehr als technische Strukturen, sie sind Resonanzräume, in denen Kooperation, Innovation und Vertrauen entstehen. Ob lokale Gemeinschaften oder globale Initiativen, überall dort, wo Wissen geteilt, Ressourcen optimiert und neue Ideen ausprobiert werden, wächst Zukunftskompetenz.

Technologie und Verantwortung neu denken

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle von künstlicher Intelligenz. Systeme wie ChatGPT zeigen, wie schnell neue Technologien unser Denken und Handeln verändern. Für Klaus Kofler sind sie Ausdruck einer beschleunigten Entwicklung, die nicht nur technische Fragen aufwirft, sondern auch ethische und gesellschaftliche Dimensionen berührt. Zukunftsforschung bedeutet hier, die Beziehungen zwischen Menschen, Maschine und Gesellschaft neu zu betrachten, nicht um Angst zu verbreiten, sondern um Gestaltungsräume zu öffnen. Ebenso wichtig ist für Kofler der Blick auf die Energiewende. Nachhaltigkeit allein reicht längst nicht mehr, es braucht ein radikales Umdenken in unserem Verständnis von Wohlstand, Wachstum und Konsum. Lösungen können nur entstehen, wenn wir den Mut haben, alte Muster zu hinterfragen und neue Wege einzuschlagen. Zukunft ist kein Verzicht, sondern die Suche nach besseren Antworten.

Zukunft als Chance

Sein Appell lautet, wir brauchen eine Haltung des Zukunftsrealismus, realistisch im Blick auf die Herausforderungen, optimistisch im Vertrauen auf unsere Fähigkeit, Neues zu schaffen. Nur so wird Zukunft nicht zur Bedrohung, sondern zu einem Feld voller Chancen, in dem Kreativität, Zusammenarbeit und Mut zu tragfähigen Lösungen führen.

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Podcast Wiener Netze – Zukunft bedeutet neue Lösungen zu finden

Unter diesem Leitgedanken spricht der Zukunftsforscher Klaus Kofler im Podcast Netz Impulse der Wiener Netze über die Herausforderungen und Chancen einer komplexen Welt. Zukunftsforschung ist für ihn kein Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten, sondern die Einladung, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu gestalten. Dabei geht es um Netzwerke, Beziehungen und die Fähigkeit, kreative Lösungen zu entwickeln.

Ergänzend zum Podcast hielt Klaus Kofler beim 10-Jahre-Jubiläum der Wiener Netze GmbH eine Keynote im Technischen Museum in Wien, in der er diese Themen anschaulich aufzeigte.

Resilienz und Zukunftsgestaltung – ein Gespräch mit dem Zukunftsforscher Klaus Kofler über Lösungen für morgen

In dieser Folge des „Furche Feature“ Podcasts spricht Zukunftsforscher Klaus Kofler über die zentralen Werkzeuge, die wir benötigen, um eine gute Zukunft zu gestalten…Resilienz, Empathie und die Bereitschaft, alte Muster zu hinterfragen.

Kofler betont, dass wir Krisen nicht mehr allein durch „Wachrütteln“ bewältigen können. Entscheidend ist, endlich ins Handeln zu kommen und den Mut zu finden, starre Strukturen zu verlassen. Probleme, so der Zukunftsforscher Klaus Kofler, sind nicht eine Bedrohung, sondern sind Chancen, sie fordern uns auf, kreativ zu werden, neue Lösungen zu entwickeln und in eine echte Zukunftsarbeit einzutreten. Dafür braucht es ein „Future Mindset“, das Rationalität und Emotionalität verbindet und Zukunft nicht nur denkt, sondern aktiv gestaltet.

Was bedeutet Resilienz für die Zukunft?

Resilienz bedeutet für Klaus Kofler keine passive Widerstandskraft, sondern eine aktive Fähigkeit, sich ständig neu anzupassen und somit als Gesellschaft widerstandsfähiger zu werden. Dazu gehört auch, dass wir Empathie als Grundvoraussetzung begreifen, gerade in Zeiten, in denen Ungleichheit und Unsicherheit wachsen.

Zukunft beginnt jetzt

Das Gespräch zeigt eindrucksvoll, dass Zukunft nicht morgen beginnt, sondern bereits hier und heute. Wenn wir lernen, Neugier statt Angst als Triebkraft zu nutzen, können wir aus Krisen Chancen machen. Der österreichische Zukunftsforscher plädiert für eine „intellektuelle Revolution“, die uns wegführt von reiner Effizienzlogik und Wachstumsgier hin zu einer resilienten, empathischen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Zukunft ist kein ferner Traum, sondern entsteht durch unser Handeln in der Gegenwart. Wer bereit ist, alte Muster zu hinterfragen und neue Wege zu gehen, kann den Wandel aktiv gestalten. Das Gespräch macht deutlich, dass wir an einem Wendepunkt stehen. Wenn wir lernen, mit Neugier, statt Angst auf die Zukunft zu schauen, können wir unser Denken und Handeln neu ausrichten, hin zu einer resilienten, empathischen und zukunftsfähigen Gesellschaft.

Wer erfahren möchte, wie wir mit Resilienz, Zukunftskompetenz und Gestaltungskraft eine lebenswerte Welt schaffen können, findet in diesem Podcast-Interview mit Klaus Kofler wertvolle Impulse und konkrete Denkanstöße.

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Podcast FURCHE – Resilienz kommt nicht über Nacht

FURCHE-Redakteurin Manuela Tomic sprach mit dem Zukunftsforscher Klaus Kofler über die richtigen Werkzeuge für eine gute Gesellschaft. Denn, so Kofler, unsere Welt verändert sich derzeit so schnell, dass wir eben nicht auf die Erfahrungen der Vergangenheit bauen können. Sie entwickelt sich nicht mehr linear. Sie kann morgen schon ganz anders sein als heute…Wer erfahren möchte, wie wir mit Resilienz, Zukunftskompetenz und Gestaltungskraft eine lebenswerte Welt schaffen können, findet in diesem Podcast-Interview mit Klaus Kofler wertvolle Impulse und konkrete Denkanstöße.

Betrachtungsweisen von Zukunft

Jeder, der sich intensiver mit der Zukunft auseinandersetzt, begibt sich fast automatisch auf interdisziplinäres Terrain. Was auch nicht sonderlich verwunderlich ist, weil die Zukunft an sich niemals nur eine ganz bestimmte und damit einzelne Perspektive aufzeigt oder widerspiegelt. Bezogen auf die Erforschung der Zukunft bedeutet das demnach nicht mit nur einer Ausformung von Zukunft, sondern man muss sich parallel immer mit mehreren und unterschiedlichen Betrachtungsweisen auseinandersetzen.

Wenn also ein Zukunftsforscher von der Zukunft spricht, dann handelt es sich dabei sowohl um eine mögliche, wahrscheinliche als auch einer gewünschten Betrachtung von „Zukünften“. Was dabei immer noch hinzukommen muss, ist die Einbeziehung der Vergangenheit und der Gegenwart. Und gleichzeitig zeichnet aber jeden glaubwürdigen Zukunftsforscher auch Nicht-Wissen aus. Das heißt trotz aller unterschiedlichen Betrachtungsweisen von zukünftigen Szenarien lässt sich das Zukünftige prinzipiell niemals vollständig bestimmen und schon gar nicht punktgenau vorhersagen.

Zukunftsszenarien

Die Kunst unterschiedlichen Zukunftsszenarien zu entwickeln, basiert niemals auf der Inanspruchnahme einzelner wissenschaftlicher Disziplinen. Denn die der Moderne zugrundeliegende Komplexität und ihre Abhängigkeit zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Feldern sind für mögliche Szenarien von grundlegender Bedeutung. Die Zukunftsforschung arbeitet deshalb ausschließlich inter- und multidisziplinär. Sie bezieht sich dabei auf Erkenntnisse und Wissensstände unterschiedlicher Fachrichtungen und Praxisbereiche einzelner Forschungsgebiete. Die aus einer Zukunfts(er)forschung abgeleiteten Ergebnisse dienen in erster Linie unserer Gesellschaft und Wirtschaft, aber gleichzeitig dienen sie auch der Politik als wichtige Orientierungshilfen und auch als mögliche Handlungsempfehlungen.

Obwohl sich die Zukunftsforschung mittlerweile in Ländern wie USA zum festen Bestandteil der Wissenschaft etabliert hat, herrscht in Deutschland immer noch ein eher zwiespältiges Verhältnis zu dieser Wissenschaft. Während sich andernorts vergleichsweise viele Wissenschaftler um die Zukunft Gedanken machen, kann man in Deutschland den Eindruck gewinnen, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit mehr Gewicht hat.. Der Umstand, dass es mehr als 3000 wissenschaftliche Einrichtungen gibt, die sich mit der Vergangenheit beschäftigen, belegt dies sehr eindrucksvoll. Demgegenüber stehen in Deutschland gerade einmal magere acht bis zehn Institute, die sich wissenschaftlich mit der Zukunft beschäftigen.

Diese unterschiedliche Gewichtung beruht meines Erachtens auf mehreren grundlegenden Missständen, auf die ich im Folgenden etwas genauer eingehen werde. Betrachtet man den Wissenschaftsbetrieb in Deutschland, so lässt sich leicht erkennen, dass es inzwischen eine Vielzahl von „Wissenschaftsdomänen“ gibt, die sich jeweils untereinander klar abzugrenzen versuchen, manchmal mit erheblichem Aufwand. Und in dem Maße wie sie sich mühen sich abzugrenzen, existiert auch eine disziplinäre Trennung auf ihren unterschiedlichen Arbeitsgebieten. Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass sich diese einzelnen Wissenschaften nicht auch mit zukünftigen Entwicklungen auseinander setzen. Was allerdings fehlt, ist eine Art Schnittstelle im Sinne einer Art wissenschaftlicherer Verbindungsdisziplin.

Wenn man sich tiefgreifendere Gedanken über die Zukunft als Ganzes macht, dann ist eine solche Gesamtbetrachtung praktisch unumgänglich. Denn wenn wir beispielsweise über sich verändernde Arbeitsmodelle der Zukunft sprechen, kann dies nur über die Einzelbetrachtung unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen in einem Gesamtkontext visualisiert und veranschaulicht werden. Seien es dabei demografische, unterschiedlich wirtschaftliche aber auch soziologische oder politische Aspekte, um nur einige aufzuzeigen. Die Zusammenführung der dafür zugrundeliegenden einzelnen Informationen zu einem gesamthaften Zukunftsbild ist für mögliche Handlungsstrategien ein unabdingbares Muss.

Damit sind wir auch schon beim nächsten Problem. Eines, das bereits sehr früh in unsere geistige Entwicklung injiziert wird. Es handelt sich dabei um ein grundsätzliches Problem in unserem Bildungssystem. Die dabei größtenteils angewendeten disziplinären Ansätze sorgen bereits in einem sehr frühen Stadium dafür, uns glauben zu lassen, dass disziplinäres Fachwissen mit Bildung gleichzusetzen ist. Wir vermitteln dabei an unseren Bildungsstätten Wissen, das meist vorherrschende Meinungen und deren „aktuellen Wahrheiten“ widerspiegelt. Frei nach dem Motto „halte dich an das, was ich Dir sage, und alles wird gut“. Die Frage des Ursprungs nach solchen vorherrschenden Meinungen und aktuellen Wahrheiten bleibt dabei aber meist unbegründet.

Die größte, weil folgenschwere Problematik ist dabei jedoch, dass wir unserer zukünftigen Generation zum einem die Neugierde entziehen und zum anderen die Fähigkeit zum vernetzten Denken aberziehen. Kindliche Neugier und die Fähigkeit zu vernetzen sind die beiden wesentlichen Elemente, wenn es darum geht, sowohl soziale als auch kulturelle Kompetenz zu entwickeln, wie die moderen Hirnforschung eindrucksvoll belegt. Das gegenwärtige Bildungssystem leitet unsere Kinder förmlich auf Autobahnen mit äußerst engen Leitplanken. Wir erziehen unseren Nachwuchs förmlich dazu, ihre Problemstellungen entweder mit althergebrachtem Wissen zu lösen oder aber diese eben einfach ignorieren. Zukunft über solche Ansätze zu gestalten, wird zukünftig aber immer öfters ein gefährliches Unterfangen darstellen. Denn heute haben wir es, bezogen auf unsere Vergangenheit, mit ganz anderen Verschiebungen und Herausforderungen zu tun.

Zukünftig wird es nicht mehr nur darum gehen, ein Problem mit alten Erfahrungen aus einem Bereich zu lösen, sondern einer immer höher werdenden Komplexität gilt es multidisziplinär, offen und damit auch kreativ entgegenzutreten. Wir müssen begreifen, dass wir Lösungen für Probleme entwickeln müssen, deren Auswirkungen wir heute nicht vollständig absehen können, der Folgen wir bisweilen noch nicht einmal erahnen. Dabei ausschließlich auf altes Denken zurückzugreifen, wird uns nicht wirklich ans Ziel führen. Was wir brauchen ist vielmehr ein neues Denken, das sich auch in neuen Strukturen entwickeln und entfalten kann. Wenn wir wirklich durch unser Denken und Handeln diese Welt verändern wollen, dann sollten wir uns nach meiner Einschätzung anstelle des Paukens von Daten und Fakten, also fixierten Inhalten, mehr auf neue, vielleicht dynamischere und zeitgerechtere Rahmenbedingungen konzentrieren. Wir benötigen dringend Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, ein grundlegend neues Zukunftsverständnis zu entwickeln. Der entstandene Tunnelblick des Menschen ist hierfür nicht hilfreich, sondern Bildung muss Menschen wieder neugierig und offen für die Zukunft machen.

Warum ich das sage, hat einen ganz bestimmten Grund. Denn neugierige Menschen schalten ihr „Aktivitätsradar“ nicht nur an, sondern sie sind auch empfangsbereit für Neues, sie haben eine bessere Wahrnehmung. Das ist ganz wichtig, da durch diesen Mechanismus auch die notwendige Offenheit für etwas Neues entwickelt werden kann. Erst über diesen Schritt kann in der Folge dann so etwas wie eine andere Sichtweise erzeugt werden. Und nur neue Sichtweisen führen letztlich dazu, auch eine andere Haltung einzunehmen. Erst wenn dieser Weg individuell durchlaufen wird, kann schließlich am Ende etwas entstehen, das wir als Bewusstseinsveränderung bezeichnen könnten.

Zukunftsgestalter

Genaugenommen sind wir alle Zukunftsgestalter. Der eine mehr, der andere weniger. Denn sowohl der einzelne Zukunftsgestalter als auch der Zukunftsforscher orientiert sich an wichtigen Themen und Herausforderungen seiner persönlichen wie der gesellschaftlichen Zukunft. Um das aber erfolgreich bewerkstelligen zu können, sollten wir uns bewusst sein, dass wir mehrere Fronten Überdenken sollten. Eine davon wird sein, dass wir lernen sollten, uns mit mehreren Zusammenhängen sowie deren unterschiedlichen Wechselwirkungen auseinander zu setzen. Wir müssen aber ebenso erkennen, dass unsere Systeme auch weiterhin an Komplexität zunehmen werden. Diese Tatsache bedeutet allerdings, dass wir uns zunehmend mit der Funktionsweise von komplexen Systemen auseinandersetzen sollten; das sollte Bestandteil von Lernen sein. Die dafür notwendigen und wichtigen Antworten zu finden, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in den uns bekannten Bildungsräumen, geschweige denn mit den uns anerzogenen Denkmustern herbeiführen lassen.

Wir benötigen neue Prozesse des Verstehens, aber auch neue Herangehensweisen an Probleme. Dabei wird es aus meiner Sicht unumgänglich sein, unser Denken in fixierten Disziplinen kritisch zu hinterfragen. Jeder, der sich um den Zustand dieser Welt ernsthafte Gedanken macht, kann dabei recht schnell erkennen, wie wichtig es ist, Wechselbeziehungen zu verstehen. Nur dadurch wird es uns möglich, den Zustand eines Systems aus einer Art übergeordneten Perspektive zu erfassen. Klar, Übersicht alleine löst uns die Probleme noch nicht, aber wir können uns damit ein Gesamtbild verschaffen, dass uns vielleicht ein erstes Mal erahnen lässt, welche Möglichkeiten und Chancen in völlig neuen Konzepten und Modellen bereits vor uns liegen.

© Klaus Kofler

Zukunftsblick

Interdisziplinäre Zukunft

Zukunftsforschung verlangt interdisziplinäres Denken, schreibt Klaus Kofler im Beitrag „Interdisziplinäre Zukunft“. Zukunft ist niemals eindimensional. Sie umfasst mögliche, wahrscheinliche und gewünschte Bilder, die Vergangenheit und Gegenwart ebenso einschließen wie unsere Unsicherheiten. Kein Szenario lässt sich allein aus einer Disziplin heraus entwickeln; vielmehr braucht es gemeinsam vernetzte Erkenntnisse aus Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft und Politik. Glaubwürdige Zukunftsbilder erkennen die Grenzen des Wissens an und öffnen Raum für vielfältige Perspektiven. Zukunft entsteht also nicht linear, sondern im Zusammenspiel vieler Fachrichtungen, Einsichten und Haltungen.

Zukunft Verbundenheit

Ein Essay von Zukunftsforscher Klaus Kofler über die Frage, wie wir Zukunft neu denken können. Nicht Prognosen, sondern Verbundenheit und Verantwortung entscheiden darüber, wie wir den Wandel gestalten. Der österreichische Zukunftsforscher zeigt, warum Festhalten am Alten uns bremst und warum Zukunftsdenken mehr sein muss als Risikoabwägung.

Zukunft entsteht dort, wo Neues und Bekanntes intelligent verbunden werden. Ein Plädoyer für eine Gesellschaft, die Sinn und Verbundenheit ins Zentrum stellt.

Zum Artikel von Klaus Kofler

Zukunftsblick

Verbundenheit schafft Zukunft – Ein Essay von Klaus Kofler

Ein Essay von Zukunftsforscher Klaus Kofler über die Frage, wie wir Zukunft neu denken können.
Nicht Prognosen, sondern Verbundenheit und Verantwortung entscheiden darüber, wie wir den Wandel gestalten. Ein Plädoyer für eine Gesellschaft, die Sinn und Verbundenheit ins Zentrum stellt.

Zukunft Wohnen

Wie soll unser Zuhause aussehen? Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Die Anforderungen an moderner Raumkonzepte sind im steten Wandel. Küche sowie Ess-, Wohn- und Arbeitsbereiche wachsen immer mehr zusammen….

Dynamischer Wohnraum

Link zum Film von Julius Blum GmbH

Zukunftsblick

Film Blum GmbH – Die perfekte Wand

Wie soll unser Zuhause aussehen? Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Die Anforderungen an moderner Raumkonzepte sind im steten Wandel. Küche sowie Ess-, Wohn- und Arbeitsbereiche wachsen immer mehr zusammen….

Zukunft mutig begegnen – Klaus Kofler im Kurier-Interview über Krisen als Chance

Im Kurier-Interview „Wir müssen der Zukunft mutiger begegnen“ stellt Zukunftsforscher Klaus Kofler die Herausforderung ins Zentrum, wie wir angesichts globaler Krisen unseren Blick für Chancen öffnen können. Er warnt davor, nach Corona von Krisenmüdigkeit gelähmt zu bleiben, der Krieg in der Ukraine, Energiekrise und klimapolitische Krisen bleiben uns erhalten.

Warum wir weiterhin mit Konflikten rechnen müssen

Er betont, dass wir uns auf weitere Konflikte einstellen müssen, verursacht durch gesellschaftliches Aufbegehren, Ressourcenknappheit und die Machtfrage auf globalen Märkten, etwa bei der Lieferung von E-Autos. Fehlende Planbarkeit macht uns verletzlicher, gleichzeitig aber auch flexibler. Ein wichtiges Lernfeld sieht Kofler in der Politik. Vertrauen darf nicht durch Korruptionsskandale gefährdet werden, auch wenn solche Affären historisch wiederkehrend sind.

Statt auf sichere Antworten zu warten, müssen wir mutig handeln. Die Zukunft sei kein Faktor, sondern ein Möglichkeitsraum, der durch Haltung, Verantwortung und gemeinsames Handeln entsteht. Kofler fordert, die Zukunft proaktiv zu gestalten, in Wirtschaft, Politik und dem Umgang mit Krisen. Er mahnt zur Demokratiestärkung, Energieoffensive und nachhaltiger Umkehr, auch ohne einfache Rezepte. Entscheidend sei der Mut, neue Wege zu denken, nicht im Modus des Erhaltens zu verharren.

Das mutige Agora-Modell, bei dem sich Bürger*innen beteiligen und Verantwortung übernehmen, wäre letztlich zukunftsfähiger als technokratische Reaktionen. Für Kofler bedeutet nachhaltiger Wandel, in der Krise nicht aufzugeben, sondern Zukunft mitzugestalten indem wir den alten Denkrahmen sprengen und neue Perspektiven entwickeln.

Link zum Artikel im Kurier

Zukunftsblick

Interview Kurier – Wir sollten der Zukunft mutiger begegnen

Im Kurier-Interview unterstreicht Zukunftsforscher Klaus Kofler, dass wir der Zukunft mutiger begegnen müssen trotz Krisen wie Krieg, Energieproblematik oder Klimawandel. Für ihn sind diese Konflikte keine Untergänge, sondern Chancen für gesellschaftliche Orientierung. Vertrauen in Politik darf nicht durch Korruptionsskandale zerstört werden, stabile Institutionen sind essenziell. Mut macht Zukunft…und diesen gestalten wir selbst.

Zukunft neu denken – Essay von Klaus Kofler

In seinem im „Report“ erschienenen Essay beschreibt Zukunftsforscher Klaus Kofler, warum wir Zukunft nicht mehr als lineare Verlängerung der Gegenwart verstehen dürfen. Rückblickend sehen wir Fortschritt und Stabilität, doch beim Blick nach vorne dominieren Unsicherheit, Angst und Orientierungslosigkeit. Klaus Kofler zeigt auf, dass wir uns von alten Glaubenssätzen lösen müssen, um Zukunft als offenen Möglichkeitsraum zu begreifen.

Zukunftsempathie, Resilienz und Zukunftsoptimismus

Kofler plädiert für ein neues Menschenbild; Zukunftsgestaltung braucht Empathie, Verantwortung und die Fähigkeit, Wandel nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu begreifen. Er spricht von Zukunftsempathie, die das Ganze anstatt nur persönliche Befindlichkeiten sieht, von Zukunftsresilienz, die uns anpassungsfähig macht, und von einem Zukunftsoptimismus, der uns neue Geschichten für das Morgen schreiben lässt. Krisen sind dabei kein Stillstand, sondern Katalysatoren für Transformation. Zukunft bedeutet, gemeinsam mit Mut, Verbundenheit und einem klaren Sinn für Verantwortung neue Wege zu gehen.

Zum Essay

Zukunftsblick

Essay von Klaus Kofler – Zukunft als Anlass

In seinem im „Report“ erschienenen Essay beschreibt Zukunftsforscher Klaus Kofler, warum wir Zukunft nicht mehr als lineare Verlängerung der Gegenwart verstehen dürfen. Rückblickend sehen wir Fortschritt und Stabilität, doch beim Blick nach vorne dominieren Unsicherheit, Angst und Orientierungslosigkeit. Klaus Kofler zeigt auf, dass wir uns von alten Glaubenssätzen lösen müssen, um Zukunft als offenen Möglichkeitsraum zu begreifen.

Denkfabrik statt Reparaturbetrieb – Klaus Kofler im Podcast über Zukunft, Politik und Verantwortung

Im Podcast Servant Politics diskutieren Zukunftsforscher Klaus Kofler und Professor Ulrich Kern über die Rolle der Politik in einer Zeit, die von Unsicherheit, Krisen und tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist. Anstatt Politik als „Reparaturbetrieb“ zu verstehen, plädieren die beiden für eine Denkfabrik, die neue Visionen und Zukunftsgeschichten entwickelt.

Politik zwischen Erhaltungsmodus und Neugestaltung

Die Ausgangsthese lautet, dass die Politik in Deutschland und darüber hinaus zu sehr auf akute Probleme reagiert, statt mutig Zukunft zu gestalten. Kofler bezeichnet dies als „Erhaltungsbetrieb“, in dem Strukturen bewahrt werden, obwohl sie längst nicht mehr tragfähig sind. Dabei gehe es nicht nur um technologische Innovationen, sondern vor allem darum, Menschen in die Gestaltung von Zukunft mitzunehmen. Visionen dürfen nicht an Eliten oder Spezialgruppen hängenbleiben, sondern müssen kollektiv getragen werden.

Ein zentrales Thema ist die Frage nach neuen Erzählungen für die Zukunft. Alte Narrative von Sicherheit und Wohlstand greifen nicht mehr. Stattdessen brauchen wir Geschichten, die Mut machen, Orientierung geben und gemeinsames Handeln ermöglichen. Kofler betont, dass Zukunft keine lineare Fortschreibung der Vergangenheit sei, sondern im Wechselspiel von Vertrauen, Verantwortung und Verbindlichkeit entsteht.

Verantwortung und die Rolle jedes Einzelnen

Im Gespräch wird deutlich, dass Politik wieder eine moralische und ethische Verantwortung übernehmen muss. Es reicht nicht, nur bestehende Strukturen zu verwalten. Politik sollte inspirieren, Orientierung bieten und echte Gestaltungsspielräume eröffnen, von der kommunalen Ebene bis hin zu globalen Fragen wie Klimawandel und Migration.

Für Kofler und Kern steht fest, dass Zukunft dann entsteht, wenn wir gemeinsam neue Geschichten entwickeln, die über Krisenrhetorik hinausgehen. Geschichten, die nicht vereinfachen, sondern die Komplexität unserer Zeit ernst nehmen. Geschichten, die Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an Veränderung mitzuwirken.

https://open.spotify.com/episode/1NBd86Cgm33zJyeMhp2vtw

Zukunftsblick

Podcast Servant Politics – Neue Impulse für demokratische Mitgestaltung

Im Podcast Servant Politics spricht Klaus Kofler gemeinsam mit Prof. Ulrich Kern über die Rolle von Politik in einer komplexen Welt. Statt nur Probleme zu reparieren, müsse Politik als Denkfabrik verstanden werden, die neue Visionen entwickelt. Kofler betont, dass wir uns von alten Erzählungen verabschieden und neue Zukunftsgeschichten erzählen müssen, die Orientierung und Mut geben. Politik solle nicht nur verwalten, sondern inspirieren, Verantwortung übernehmen und echte Gestaltungsspielräume eröffnen.

Braucht die Zukunft Bräuche?

Im Gespräch mit Zukunftsforscher Klaus Kofler wird deutlich, dass Brauchtum und Tradition weit mehr sind als Relikte vergangener Zeiten. Sie bieten Halt, Orientierung und ein Gefühl von Zugehörigkeit besonders in unsicheren Phasen. Gleichzeitig warnt Kofler davor, in reiner Nostalgie zu verharren. Nur wenn Tradition und Moderne miteinander verbunden werden, kann eine lebenswerte Zukunft entstehen.

Kulturelles Erbe und Zukunftskompetenz verbinden

Er plädiert für ein neues Menschenbild, das kulturelles Erbe mit den Kompetenzen einer dynamischen Welt verbindet. So wird Tradition nicht zum Stillstand, sondern zur Grundlage für verantwortungsbewusstes Handeln und Zukunftsoptimismus.

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Zukunftsblick

Artikel Brauchtum und Zukunft

Braucht die Zukunft Bräuche? Im Gespräch mit Zukunftsforscher Klaus Kofler wird deutlich, dass Brauchtum und Tradition weit mehr sind als Relikte vergangener Zeiten. Sie bieten Halt, Orientierung und ein Gefühl von Zugehörigkeit besonders in unsicheren Phasen.

Markenmacht und Moral: Zwischen Profit und Nachhaltigkeit

Im Future Talk Format von Klaus Kofler diskutierten dieses Mal Prof. Dr. phil. Ulrich Kern und Sergej Kreibich unter der Moderation von Klaus Kofler und Holger Bramsiepe zum Thema „Markenmacht und Moral“. Ein Thema, das die Gesellschaft im Ganzen und nicht nur Fachleute betrifft. So befanden die Veranstalter und luden in die Stadtbibliothek Dornbirn ein. Welche Zukunft haben Marken in unserer Gesellschaft? Es ging hoch her in der Diskussion.

Vom Traum zur Enttäuschung

Hat das Markenkonstrukt seine große Zeit hinter sich? Moderator Klaus Kofler beschrieb die Desillusionierung vieler Kunden. Die „Heldenreise“ der Markenkäufer endet häufig in jäher Enttäuschung. Verlockende Markenattribute werten zwar für einen kurzen Moment des Glücks ihr Ego auf, letztlich fallen ihnen aber die durch Marken verursachten Probleme auf die Füße – Müllberge, soziale Ungerechtigkeiten, Umweltzerstörung. Doch hält dies wirklich vom Markenkonsum ab? Co-Moderator Holger Bramsiepe fragte das Auditorium, wer sich als Markenkäufer outet. Ergebnis: fast alle. Dann die Frage, wer an die Ehrlichkeit von Marken glaubt. Ergebnis: fast keiner. Und schon drehte sich die Diskussion um das zentrale Problem. Ursprünglich als Garant für Qualität und Glaubwürdigkeit im Meer der Waren angetreten, dienen Marken immer häufiger nur als schöne Fassade, hinter der sich die eigentlichen Probleme unserer Zeit türmen.

Dem hielt Professor Ulrich Kern, Designforscher und Kreativitätsexperte, seine zentrale Forderung entgegen: Aufgabe von Marken sei es nicht, zu immer mehr Konsum zu verführen, sondern ihre Kunden durch den anstehenden Transformationsprozess zu führen. Nachhaltigkeit werde nicht am Regal im Supermarkt entschieden, sondern viel früher im Hochregallager der Hersteller. Sie müssten Farbe bekennen gegen eine egoistische Marktwirtschaft, die auf dem hedonistischen Verbraucher beruht und zusehends in einer verantwortungslosen Gesellschaft mündet. Dafür brauche es eine Rückbesinnung auf Vertrauen und Verantwortung als zentrale Pole eines zukunftsfähigen Markenkonstrukts, so Kern.

Ernüchterung allerorten?

Bei seinem Gesprächspartner, dem Strategie- und Kommunikationsexperten Sergej Kreibich, rannte Kern mit dieser Forderung offene Türen ein. Geboren in Nairobi und jahrzehntelang außerhalb Europas zuhause, weiß Kreibich nur zu gut, dass große Teile der Welt ganz andere Probleme als die Zukunft hochgezüchteter Marken haben. Um so mehr verwundert es ihn, dass die Kunden seiner Agentur eigentlich immer nur die Fortschreibung der Gegenwart ihrer Marken erwarten. Viele kleine Schritte, aber kein großer Sprung. Optimierung ja, aber keine Innovierung. Und das angesichts der großen Herausforderungen, die in Zukunft auf die Welt zukommen.

Und wie steht es mit dem Design?, fragte Moderator Kofler die beiden Industriedesigner in der Runde – Bramsiepe und Kern. Doch auch hier zeigt sich nach deren Einschätzung kein Wendepunkt. Bewahrung des Status Quo lautet die Devise, ob in der beruflichen Praxis oder an den Hochschulen. Kofler, selbst Zukunftsforscher und Mitgründer der Future Design Akademie, blieb hartnäckig: Wo werden eigentlich die Zukunftsdenker und -macher für morgen ausgebildet? Wo ist dieses Thema im Bildungssystem unserer Gesellschaft verankert? Leider sind dies Leerstellen, musste die Runde feststellen.

Und doch ein Hoffnungsschimmer?

Dem Abgesang auf Marken setzten aber Wortmeldungen aus dem Publikum entschieden Positives entgegen. Ihr seien die Auswirkungen in der Welt nicht egal, die ihr Kaufverhalten hervorruft, so eine junge Frau. Ein Beispiel für den generellen Trend, dass junge Menschen immer kritischer auf Nachhaltigkeit von Marken achten. Und ein Vertreter eines ortsansässigen Unternehmens für Sportkleidung legte dar, wie Nachhaltigkeit bei ihnen gelebt wird – bis hin zu einem Reparaturservice. Ein gutes Beispiel dafür, dass mittelständische Unternehmen in Familienhand oft nach einem klaren Wertesystem agieren, gerade auch im Sinne von regionaler Verantwortung, Kundennähe und Glaubwürdigkeit. Professor Kern hatte dagegen zuvor auf die enorme Marktmacht von Großkonzernen verwiesen, deren ökonomische Bedeutung oft über der ganzer Volkswirtschaften liegt. Auch die Rolle des Gesetzgebers im Umgang mit solchen globalen Schwergewichten wurde aus dem Publikum kritisch hinterfragt. Einig war man sich im Plenum, dass es keine klaren Rezepte gibt, um die Lücke zwischen Marken und Moral dauerhaft zu schließen. Gerade deshalb müssten die Dialoge zwischen Markenmachern, DesignerInnen und ihren Kunden, Wissenschaft, Bildung und Gesetzgeber intensiver denn je geführt werden. Und hierfür war die Veranstaltung in Dornbirn ein gelungenes Beispiel!

Autor: Petra Kern

www.kernkernkompetenzen.de

Zukunftsblick

Future Talk „Verantwortung Konsum“ mit Prof. Dr. Phil. Ulrich Kern

Im Future Talk Format von Klaus Kofler diskutierten Prof. Ulrich Kern, Sergej Kreibich sowie die Moderatoren Klaus Kofler und Holger Bramsiepe über Markenmacht und Moral. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Marken in Zukunft nur noch schöne Fassaden sind oder echte Verantwortung übernehmen. Prof. Ulrich Kern betonte, dass Marken nicht länger zum reinen Konsum verführen dürfen, sondern Orientierung geben und Werte vermitteln müssen. Strategieexperte Sergej Kreibich bestätigte, dass viele Unternehmen im Status Quo verharren, statt mutig neue Wege zu gehen. Im Publikum zeigte sich, dass gerade junge Menschen kritisch nachfragen und Marken nachhaltiger, transparenter und verantwortungsvoller handeln müssen.